Kongresscenter, Krakau

Eine architektonisch zeitgemässe Ikone schafft einen unverwechselbaren Ort im modernen Krakau – allerdings mit starken Referenzen an die Historie der Stadt. Die komplexe Anlage ist aus mehreren Elementen zusammengesetzt und bietet viele Ausblicke auf die Stadt und die Flüsse Weichsel und Wawel. Ein Knotenpunkt und Kommunikationszentrum entsteht, mit vielen Zu- und Durchgängen, mit einer attraktiven Mitte wie dem Marktplatz.
Alle Zugänge von den verschiedenen Ebenen (Vorfahrt, Unterführung, Kreisverkehr) und allen Seiten münden im leicht erhöhten, überdeckten, großzügigen und hochwassersicheren Vorplatz. Kaskadentreppen führen über eine von oben lichtdurchflutete Halle ins tiefer gelegene, natürlich belichtete Foyer. Von hier aus werden alle Veranstaltungsräume über repräsentative, flachansteigende, aussenliegende Treppenanlagen mit phantastischen Ausblicken in die Umgebung erreicht. Der gesamte Komplex verspricht durch diese räumliche Konzentration auf allen Ebenen ein lebendiges Ambiente. Die beiden grossen Säle weisen die erforderlichen Sichtlinien, Geometrien und Ausstattungen auf, die Chamber Hall als hochkarätiger Multifunktionsraum und die zusätzlichen flexiblen Kongressräume orientieren sich mit wunderbarem Ausblick zur Stadt und zur Wawel.
Eine Hülle aus Kupferblechen (perforiert im Bereich der Fenster) bekleidet die „Eckpfeiler“ der Bühnenbereiche, die Glashaut der extrovertierten Treppenanlagen wird mit einer Einlage aus perforierten Kupferblechen ausgestattet. So wird während des Tages bei uneingeschränkter Aussicht das Licht gefiltert und ein homogener Ausdruck erzielt. Am Abend beginnt der ganze Komplex warm zu leuchten und kehrt das vielgestaltige Innere nach aussen. Die Fassade am Kreisverkehr wird als lebendiges Spiel von Verglasungen, Kupferblechen und Projektionsflächen interpretiert.

Auslober: Stadt Krakau
Architektur: Dietrich | Untertrifaller
Wettbewerb: 2007