Sanierung Volkstheater, Wien (AT)

1889 als bürgerliches Gegenstück zum Burgtheater im Neo-Renaissance-Stil erbaut, bietet das Wiener Volkstheater 850 Sitzplätze und den bekannten Roten Salon. Ziel der dringend notwendigen Sanierungs- und Umbauarbeiten ist es, den Zuschauern zeitgemäßen Komfort zu bieten, moderne Sicherheitsstandards herzustellen und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Der gesamte denkmalgeschützte Bestand und damit der ursprüngliche Charakter bleiben erhalten.
Um die internen Abläufe zu optimieren, werden die Räume im Bühnentrakt neu angeordnet und teilweise umgebaut. Ein kleiner Zubau mit Hubpodium erleichtert den Zugang zu den unterirdischen Depotflächen und bietet zusätzliche Lagerflächen im Obergeschoß. Gemeinsam mit den neuen Seitenbühnen ermöglicht diese Neustrukturierung einen reibungslosen Ablauf für Anlieferung, Auf- und Umbau. Die Künstlergarderoben werden im nordwestlichen Teil des Gebäudes gebündelt und mit einem eigenen Zugang erschlossen. Die Theaterverwaltung gewinnt durch die geringfügige Anhebung des Daches zusätzlichen Raum. Auch im Besucherteil werden Räumlichkeiten neu organisiert. So wird der Rote Salon unabhängig vom Haupthaus bespielbar. Café mit Gastgarten, Kartenbüro und der neue Mehrzweckbereich sind zu einem erweiterten Foyer zusammengefasst. Zur Verbesserung der thermischen Qualität wird am Schluss die gesamte Fassade des Theatergebäudes gereinigt und saniert.

Auftraggeber: Volkstheater GmbH
Standort: A-1070 Wien, Neustiftgasse 1
Architektur: Dietrich | Untertrifaller mit Van der Donk
Projektleitung: Michael Porath
Wettbewerb: 2016
Bauzeit: 2018-2019
Fläche: ca. 600 m²

Partner
Projektsteuerung, Statik, Bauphysik: FCP Fritsch, Chiari & Partner, Wien / Haustechnik: Zentraplan, Wiener Neustadt / Elektro: TB Eipeldauer+Partner, Traiskirchen / Bühnenplanung: Kottke, Bayreuth / Akustik: Müller BBM, Planegg / Landschaft: Kieran Fraser, Wien /// Foto: © www.lupispuma.com Volkstheater