Universität für Bodenkultur, Wien

Der Entwurf nimmt die städtebauliche Struktur der Umgebung auf und entwickelt einen klaren, präzisen Baukörper, umgeben von einem hochwertigen Außenraum. Angemessen und verantwortungsvoll der Umgang mit Ressourcen – ein kompakter Körper, eine adäquate Materialisierung, eine optimale Nutzung von erneuerbaren Energien und Tageslicht und ein schlüssiges Begrünungskonzept. Die begrünte Eingangsseite mit gefalteter PV-Glasfassade gibt dem Neubau ein unverwechselbares, identitätsstiftendes Erscheinungsbild. Funktionsübergreifendes Herzstück bildet ein zentraler, lichtdurchfluteter sechsgeschossiger Luftraum, strukturiert durch breite, versetzte Lernbrücken und eine begrünte Wand, gekrönt von einem eleganten, abgespannten ETFE-Foliendach mit hohem UV-Lichtdurchlass.
Über eine skulpturale, weit geschwungene Treppe werden das Audimax und die Ausstellungsbereiche im UG erschlossen und von oben natürlich belichtet. Das Erdgeschoss als Verteiler und Treffpunkt nimmt die multifunktionale Lobby und das vielfältig nutz- und bespielbare Tüwi auf. In den Obergeschossen befinden sich die Arbeitsplätze der Institute und der ÖH. Die Mensa als großzügige, fließende Raumfolge mit Galerie besetzt den Gartentrakt und orientiert sich nach beiden Seiten zum Aussenraum. Darüber erstreckt sich vollflächig eine attraktive Dachterrasse. Der gemütliche, kommunikative Gastgarten wird durch eine weit auskragende, pflanzenbehangene Pergola beschattet.

Auslober: Bundesimmobiliengesellschaft BIG
Architektur: Dietrich | Untertrifaller
Wettbewerb: 2014
Fläche: 3.500 m²

Partner
Statik: Pock, Klagenfurt / Landschaft: Balliana Schubert, Zürich / Visualisierung: Schreinerkastler, Wien