Stadthaus, Wetzikon

Das bestehende Stadthaus von 1982 besticht durch den respektvollen Umgang mit der ursprünglichen Villa und der sensiblen Staffelung der notwendigen Baumasse. Durch die Lage im ehemaligen Park der Villa wird ein markanter Solitär geschaffen, der auf behutsame Weise den Genius Loci respektiert und doch ein repräsentatives Gebäude für die Stadt darstellt. Zur Pappelnstrasse hin wird das bestehende Gebäude in der gleichen Struktur und Höhe durch einen Neubau ergänzt. Die Fassade aus Betonfertigelemente bildet die bestehende Fassadenstruktur nach. Das Erdgeschoss des Neubaus nimmt die Räumlichkeiten der Post auf, im Dachgeschoss befinden sich Sitzungssaal und die Cafeteria.
An der Hirschwiesenstrasse wird ein winkelförmiges Wohngebäude vorgeschlagen, das sich als städtebaulicher Abschluss des benachbarten Neubauprojektes der Migros versteht. Nordseitig nimmt ein sechsgeschossiger Bauteil die Höhen des Migros-Baus auf, der abgewinkelte südwestliche Teil erhält zur städtebaulichen Akzentuierung sieben Geschosse. Im niederen Bauteil sind durchgesteckte Wohnungen geplant, die variabel als 2 ½, 3 ½- oder 4 ½ Zimmer-Typen gestaltet werden können. Der Neubau des Kronensaals setzt die gewachsene städtebauliche Struktur der Bahnhofsstrasse fort und schließt diese gleichzeitig als Pendant zum Solitär des Stadthauses ab. Ein offener Platz verbindet das bestehende Stadthaus und seinen Erweiterungsbau mit dem neuen Wohngebäude und dem Kronensaal und ist gleichzeitig Teil der öffentlichen Fusswegverbindung. Das Stadthaus im Park mit dem markanten Baumbestand bildet einen starken Grünraum zur Bahnhofstrasse und soll seine Qualitäten weiterhin behalten können.

Auslober: Stadt Wetzikon, Post Immobilien, Pensionskasse Schaffhausen
Architektur: Dietrich | Untertrifaller | Stäheli
Wettbewerb: 2014, 2. Runde
Fläche: 11.000 m²

Partner
Landschaft: Paul Stricker, St. Gallen / Visualisierung: Martin Brischnik