Pyramidenkogel, Keutschach

Eine Plattform, eine Sendeanlage und ein Café sollen durch eine Hlzkonstruktion in die Höhe gehoben werden, erreichbar über einen Lift, über ein Stiegenhaus und eine Rampe. Das Ziel ist eine Landmarke: sehen und gesehen werden. Der Holzturm soll die Möglichkeiten des Materials zum Ausdruck bringen, den Ort markieren und in der Landschaft Orientierung schaffen.
Ausgangslage des Entwurfs sind zwei senkrechte, geschlossene und brandsichereSchächte – einer für den Lift, einer für das Fluchttreppenhaus –, ergänzt um einen dritten, freien Schacht, der oben ausschwingt und die Aussichtsplattformen, das Café und das Technikgeschoss beherbergt. Die drei Säulen werden von einer umlaufenden Rampe umschlungen, die sich als Spirale um den konstruktiven Kern in die Höhe schraubt. Dieser Weg bildet den Erlebnispfad, der 20 mal den Turm umkreist und dem Blick ein wechselndes Landschaftsbild bietet. Dieser Fluchtweg dient auch als Wartungssteg und horizontaler Witterungsschutz der tragenden Konstruktion.
Restaurant, Ausstellung und Verkauf in der Sockelzone folgen dem Wegverlauf nach dem Verlassen des Turms. Massiv im Erdreich, über dem Gelände in Holz bebaut, folgen sie einer klaren Raumfolge. Ihre Lage im Osten des Turms erlaubt es den Besuchern, den Turm aus einem Hügel wachsen zu sehen, und nicht aus einem Bauwerk.

Auslober: Gemeinde Keutschach am See
Architektur: Dietrich | Untertrifaller mit Roland Gnaiger
Wettbewerb: 2007, 2. Preis

Partner
Statik: Merz Kaufmann Partner, Dornbirn / Brandschutz: IBS Institut für Brandschutz und Sicherheitsforschung, Linz