Gewerbepark Am Rothkreuz, Weißensberg

Das zukünftige Bürogebäude für 300 Mitarbeiter der CMORE Automotive GmbH liegt direkt an der Autobahn. Diese exponierte Lage erfordert eine besonders durchdachte Planung, sowohl wegen der hohen Lärmemissionen, als auch wegen der erwünschten Fernwirkung.
Unser Entwurf zeigt ein kompaktes, viergeschossiges Atriumhaus mit abwechslungsreich gegliederter Aluminium-Holzfassade. Im fließend organisierten Erdgeschoss liegen die funktionalen Bereiche wie Foyer, Foodcourt, Fitnessstudio und Ruhezonen sowie die Prototypenhalle. Alle Bereiche sind durch das lichtdurchflutete Atrium visuell verbunden. Dies fördert den kommunikativen Austausch und schafft eine anregende Arbeitswelt mit unterschiedlichsten Atmosphären und Raumangeboten. In den Obergeschossen sind die Büros rund um das zentrale Atrium gruppiert. Zwei diagonal gegenüberliegende Erschließungskerne verknüpfen alle Ebenen auf kurzen Wegen. Die flexiblen Grundrisse und das konsequente Fassadenraster ermöglichen von fokussierten Einzelzellen bis hin zur offenen Bürolandschaft unterschiedlichste Arbeitswelten. Im Untergeschoss bietet die eingeschossige Tiefgarage 200 Stellplätze.

Konstruktion

Über dem Parkgeschoss in Ortbetonbauweise werden die weiteren Geschosse als Hybridkonstruktion in Holz und Stahlbeton errichtet. Der massive Kern um das natürlich belichtete Atrium dient zur Aussteifung. Um diese Servicezone schmiegt sich der Bürobereich mit Stützen aus Holz und einer sichtbar belassenen Holz-Beton-Verbunddecke. In Verbindung mit den fassadenseitigen Aluminium-Holzfenstern entsteht eine moderne und natürliche Büroatmosphäre.

Energiekonzept

Das Gebäude zeichnet sich durch seine kompakte, wirtschaftliche Bauweise mit hoher Tageslichtnutzung aus. Die Speichermassen der offenen Betondecken liefern einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Raumklimas. Durch die Holz-Hybridbauweise kann der CO² Bedarf bei der Errichtung des Gebäudes um ca. 70% gesenkt werden.
Im Sinne einer umweltfreundlichen Nutzung bei niedrigen Betriebskosten haben wir auf eine Vollverglasung verzichtet. Die geschlossenen Fassadenelemente in Kombination mit dem außenliegenden Sonnenschutz minimieren den Heiz-Kühlbedarf, ohne die Tageslichtnutzung zu beeinträchtigen. Die Grundkühlung des Gebäudes erfolgt ohne nennenswerten Energieaufwand über das Grundwasser, eine Wärmepumpenanlage deckt den Heizenergiebedarf.

Ausloberin: bpm gesellschaft für bauprojektmanagement mbH, Lindau (Bodensee)
Architektur: Dietrich | Untertrifaller
Wettbewerb: 2019 (2. Preis)
Kapazität: Büros für 300 Mitarbeiter, Restaurant, Fitnessstudio, Prototypenhalle, Tiefgarage

Partner
Statik: merz kley partner, Dornbirn / Energiekonzept: IB Hausladen, München