Badisches Staatstheater, Karlsruhe

Das Badische Staatstheater im Zentrum von Karlsruhe ist eines der erfolgreichsten Opern- und Theaterhäuser Deutschlands. Das „Große Haus“ und das „Kleine Haus“ sowie ein Studio sind in einem Gebäudekomplex aus dem Jahr 1975 beheimatet, der erweitert und generalsaniert werden soll. Geplant sind der Neubau eines Schauspielhauses mit integriertem Jungem Staatstheater sowie neue musikalische Probenräume und Werkstätten.
Der Entwurf umschließt das bestehende Gebäude auf drei Seiten wie eine zweite Hülle. Zum Eingang hin bleibt der ursprüngliche Baukörper erkennbar. Die Metallfassade aus mikroperforiertem Blech gibt dem verschachtelten Komplex eine neue architektonische Identität. Junges Theater, Studiobühne, der Orchesterprobesaal, diverse Probebühnen und auch die Montagehalle sollen im Stadtbild präsent sein und mit der Außenwelt kommunizieren. So öffnen sich das Junge Staatstheater und der Orchesterprobenraum zum Platz und machen die Theaterarbeit sichtbar.
Von diesem Grundgedanken ausgehend, strukturiert und optimiert das neue Raumkonzept die komplizierten Funktionswege des Hauses: Das gemeinsam genutzte Foyer schafft Synergien und bietet Platz für Kommunikation, Aufenthalt und Gastronomie. Die restrukturierten und erweiterten Werkstätten erhalten direkte Transportwege zu Aufführungsstätten, ausreichend Bereitstellungsflächen und Probebühnen.

Auslober: Land Baden-Württemberg, Stadt Karlsruhe
Architektur: Dietrich | Untertrifaller
Wettbewerb: 2014, 1. Preis ex aequo
Fläche: 34.630 m²

Partner
Akustik: Müller BBM, Planegg / Bühne: itv Veranstaltungstechnik, Berlin / Landschaft: Balliana-Schubert, Zürich