DUO Dreilindenhang, St. Gallen (CH)

Die Wohnanlage aus vier locker angeordneten, zueinander versetzten Baukörpern respektiert die natürliche Topographie des Hanges und bricht die Rigidität und Starrheit der vorhandenen Baustruktur auf. In jedem der fünfgeschossigen Häuser sind 10 Wohnungen untergebracht, zwei auf jeder Etage. In den beiden nördlichen, längsgestellten Baukörpern sind die Wohnungen durchgesteckt und öffnen sich auf beiden Seiten über die gesamte Länge mit loggienartig eingeschnittenen Balkonen.

Das Projekt DUO Dreilindenhang ist als Sieger beim Investorenwettbewerb Überbauung Gesshalden hervorgegangen. Die Jury honorierte vor allem die landschaftliche und städtebauliche Integrationswirkung des Projektes.

 

Lage

Der St. Gallener Dreilindenhang ist eine feine Wohngegend. Ins Stadtzentrum sind es zu Fuß eine Viertelstunde und per Straßenbahn nur wenige Minuten, die Aussicht auf die Türme des alten Klosters auf der einen und bis zum Bodensee auf der anderen Seite ist großartig.

Auftraggeber: ASGA Pensionskasse Genossenschaft
Standort: CH-9000 St. Gallen
Architektur: Dietrich | Untertrifaller | Stäheli
Projektleitung: Peter Nussbaumer
Wettbewerb: 2007 (Investorenwettbewerb)
Bauzeit: 2011-2013
Fläche: 3.530 m²
Kapazität: 40 Wohnungen, 2 Ateliers

Planung 
Statik: Schällibaum, Herisau / Haustechnik: Enerop, Goldach / Elektro: Schmidheiny Engineering, Widnau / Bauphysik: Stadlin Bautechnologie, Buchs / Landschaft: Pauli Stricker, St. Gallen

Ausführung
Totalunternehmer: Rhomberg Bau, St. Gallen / Bauleitung: Gantenbein + Partner, St. Gallen

Fotos: © Bruno Klomfar

Aussicht auf Stadt und See

Effizientes Raumprogramm in vier Gebäuden

E0
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Schnitt

Die vier Wohngebäude sind unterirdisch durch eine Tiefgarage bzw. durch Keller-, Heizungs- und Waschräume verbunden. Oberirdisch dient ein breiter Erschließungsweg auch als Begegnungszone für die Bewohner.

An diesem Weg liegen auch die vier Haupteingänge, flankiert in den zurückversetzten zwei Häusern durch jeweils ein ca. 50 Quadratmeter großes Atelier inklusive separatem Eingang.

Von der Tiefgarage bis ins oberste Geschoß wird jedes der vier Häuser barrierefrei durch ein Stiegenhaus erschlossen. Sichtbeton dominiert hier, die Handläufe sind aus Holz, die Geländer aus verzinktem Blech. Das Gelbgrün der Rückwände korrespondiert zur Farbe der Vorhänge auf den Balkonen.

Die zwei südlichen, quergestellten Gebäude erhielten übereckorientierte Wohnbereiche und talwärts Terrassen und Loggien. Durch die fast raumhohen Fensterfronten verwachsen die Freiräume mit den dahinterliegenden Wohnräumen zu einer Einheit. In den obersten Geschoßen werden die Gänge in den Wohnungen durch ein Bullauge belichtet, das in die Flachdächer geschnitten ist.

 

Helligkeit und Transparenz prägen die großzügige Atmosphäre aller Räume. Die geräumige Küche ist in allen Wohnungen gleich mit weißen Möbeln und einer Arbeitsplatte aus nobel schwarzem Naturstein ausgestattet. Die Böden in den Wohnräumen sind schwellenlos mit Eichenparkett belegt, die Küchen und Bäder – jedes von ihnen hat ein Fenster – sind mit Feinsteinzeug gefliest, die Wände und Türen weiß gestrichen.

Schlicht-elegantes Design mit farbigen Akzenten

Braune Metallpaneele binden die Holz-Alu-Fenster an den Seitenfronten zu Fensterbändern zusammen - ein attraktiver Kontrast zur hellen Fassade und den Glasbrüstungen der Balkone.
Die Rückwände der Stiegenhäuser haben dieselbe grüngelbe Farbe wie die Vorhänge auf den Balkonen, was von uns als ganz bewusstes gestalterisches Statement gedacht ist.