Festspielhaus II, Bregenz (AT)

Direkt am Ufer des Bodensees gelegen, dient das in mehreren Etappen erneuerte und stark erweiterte Festspielhaus als leistungsfähiges Mehrspartenhaus sowie als Veranstaltungs- und Kongresszentrum. Architektonisch von höchster Qualität, präzisiert das Bauwerk die Stelle am See und schafft mit seinen vier stark plastischen Ansichten einen unverwechselbaren Ort. Die Erweiterung und Transformation des Gebäudes ist nicht formalistische Spielerei, sondern strukturiert seine internen Funktionen. Zwei auffällige, überdimensional stabförmige Gebäudeelemente gliedern den weitläufigen Komplex in drei Hauptabschnitte: Studio- und Werkstattbühnenbereich, großer Saal sowie Seetribüne.
Das hoch aufgestelzte, zweigeschossige Trägerbauwerk auf der Rückseite beherbergt Büros und ermöglicht wichtige und großräumige Querverbindungen. Daneben gruppieren sich die quaderförmigen Baukörper der innovativen Werkstattbühne und des Seestudios. Das zweite Großelement kragt auf der Vorderseite weit in den Platz hinaus und markiert den Haupteingang. Das mehrgliedrige, großzügige, helle Foyer kann enorme Besucherzahlen bewältigen und unterstreicht die kulturelle Bedeutung des Hauses. Der neu gestaltete Große Saal mit Wänden und Boden in Akazienholz, der abgehängten Decke aus Edelstahlgewebe und den roten Polstersesseln vermittelt den Besuchern Theateratmosphäre in zeitgerechter Formensprache.

Auftraggeber: Stadt Bregenz, Land Vorarlberg, Republik Österreich
Standort: A-6900 Bregenz, Symphoniker Platz 1
Architektur: Dietrich | Untertrifaller
Projektleitung: Susanne Gaudl, Heiner Walker, Albert Rüf
Wettbewerb: 1992
Bauzeit: 2005-2006
Fläche: 37.144 m²
Kapazität: 7.000 Seebühne / 1.800 Gr. Saal

Auszeichnungen
2010 Apex-Award, Bauherrenpreis Vorarlberg, 2007 Int. Architecture Award, u.a.

Partner
Statik: Mader & Flatz Plankel, Bregenz / Haustechnik: Pfügl Roth, Bregenz / Elektro-Akustik: Tonplan, Dornbirn / Bühne: Kottke, Bayreuth / Akustik: Müller BBM, Planegg / Licht: Keller, St. Gallen / Landschaft: Vogt, Zürich / /// Fotos: © Bruno Klomfar