ETH Sport Center, Zürich (CH)

Das Sportzentrum der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH Zürich markiert den Übergang zwischen dem in städtischem Gebiet gelegenen Campus und der ländlichen Umgebung des Käferbergs. Das tief in den Hang geschobene Gebäude fügt sich in die natürliche Neigung des Hügels ein und lässt dabei nichts von seinem Innenleben erahnen; die auf dem Dach eingerichteten Sportplätze erscheinen als Teil der Landschaft. Einzig die voll verglasten Süd- und Westfassaden öffnen sich zur Gänze zum Campus hin. Eine Rampe markiert einen leichten Übergang und zeigt den Benutzern den freien Zugang zu den umgebenden Landschaftsräumen.
Schon vom Foyer aus fällt der Blick in das Innerste des Gebäudes: auf fünf Geschosse verteilt finden sich eine große Mehrzweckhalle mit Tribünen, Garderoben, Gymnastik- und Tanzsäle, Kraftkammern und ein Erholungsraum. Um die Halle herum sind allseitig auf mehreren Geschossen Erschließungszonen, Nebenräume und weitere Nutzungen angelagert. Die Aufteilung der Innenräume, die Funktionalität und die Signalwirkung des Gebäudes ermöglichen eine klare und einfache Benutzung. Die durch zahlreiche Glasflächen erzielte Transparenz macht die Räume ausgesprochen hell, ganz im Gegensatz zur dunklen Hülle, die ihnen Tarnung gibt. Die teils opake, teils durchsichtige Fassade aus grünem Wärmeschutzglas erzeugt den Eindruck eines unregelmäßig angeschliffenen, kristallinen Körpers.
Als erstes Minergie-Eco-zertifiziertes öffentliches Gebäude der Schweiz entspricht dieses Sportzentrum dem Ziel der ETH, sich mit hoch energieeffizienten Einrichtungen auszustatten.

Auftraggeber: ETH Zürich
Standort: CH-8093 Zürich, Schaffmattstrasse 33
Architektur: Dietrich | Untertrifaller | Stäheli
Projektleitung: Peter Nußbaumer
Wettbewerb: 2004, 1. Preis
Bauzeit: 2006-2009
Fläche: 8.060 m²
Ökologie Eco-Minergie Zertifizierung

Auszeichnungen
2012 AIT Award (Nom.), 2011 IOC-IAKS Award, Der Österreichische Baupreis

Partner
Statik: Mader & Flatz Rissi, Bregenz ; SHP, Zürich / Haustechnik: Team GMI, Dornbirn / Elektro-Licht: Hecht, Rankweil / Akustik: Brüstle, Dornbirn / Bauphysik: Weithas, Hard / Geologe: Andres, St. Gallen / Fassade: Mosbacher, Schwarzach / Kosten: Baudata, Schaan /// Fotos: © Bruno Klomfar