Albert-Schott-Straße, Mittenwald (DE)

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Der oberbayerische Luftkurort Mittenwald im Karwendelgebirge lebt vom Tourismus und legt daher besonders großen Wert auf ein intaktes Ortsbild. Der Ort ist stolz auf sein Brauchtum, seine bunt bemalten Häuser und seine 300-jährige Tradition als Zentrum des deutschen Geigenbaus.

Unsere Wohnanlage liegt wenige Gehminuten von der Fußgängerzone “Obermarkt” entfernt, deren mit Lüftlmalerei verzierte historische Häuser ganzjährig Besucher anziehen. Die drei Baukörper fügen sich harmonisch in die kleinteilig strukturierte Umgebung ein und ziehen doch durch ihre ausdrucksstarke Architektur mit filigranen Holzfassaden die Blicke auf sich.

Die drei getrennten Häuser sind durch ein oberirdisches Erschließungsplateau verbunden. Dadurch konnten wir die Verkehrsflächen zugunsten größerer, aber leistbarer Wohneinheiten reduzieren und großzügige Außenräume für die Bewohner gestalten. Das Erschließungsplateau dient auch als Ort der Begegnung und Kommunikation. Die vertikale Begrünung mit Rankpflanzen sorgt für einen natürlichen Sicht- und Sonnenschutz.

Der Wohnungsmix besteht überwiegend aus Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen, im Dachgeschoss werden auch größere Drei- und Vier-Zimmer Wohnungen angeboten. Bodentiefe Fenster und tiefe Balkone bzw. Terrassen im Erdgeschoss bringen Licht und Offenheit in die kompakt geschnittenen Wohnungen.

Die Fassade orientiert sich mit ihrer Holzschalung und dem hellgrau verputzten Sockel mit weißen Faschen am Ortsbild. Die lebendige Fassadengestaltung mit Holz und immergrünem Pflanzenvorhang wechselt im Jahresverlauf immer wieder ihr Aussehen. Sowohl der horizontale als auch der vertikale Garten regen überdies das Mikroklima an und schaffen eine natürliche Atmosphäre.

Auftraggeber: nordweis Immobilien GmbH
Standort: D-82481 Mittenwald, Albert-Schott-Straße 7
Architektur: Dietrich | Untertrifaller
Projektleitung: Björn Osmann, Larissa Stützle
Bauzeit: 2021-2024
Fläche: 3.350 m²
Kapazität: 24 Wohnungen + Tiefgarage
Ökologie: KfW-Effizienzhauses 55 (d.h., maximal 55% des Jahres-Primärenergiebedarfs QP im Vergleich zum Referenzgebäude nach EnEV).

Partner
Statik: Wagner, Bruckberg / Bauphysik: Kurz und Fischer, Feldkirchen Westerham / Elektro: TB Hanel, Innsbruck / Haustechnik: Ranggertech, Innsbruck / Geotechnik: Grund & Boden, Absam / Baubiologie: Müller, Erkheim / Brandschutz: Renninger, Eßfeld / Landschaft: Doris Zerhoch, Garmisch-Partenkirchen /// Visualisierungen: Nightnurse Images