WSB-Areal, Aarau

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Link zum Projekt

“In unmittelbarer Nachbarschaft des Bahnhofs Aarau entsteht eine städtische Grossform als aufgelockerte Blockrandbebauung mit einer hybriden Funktions-mischung. Die neue Zugeinstellhalle der Wynental- und Surentalbahn (WSB) wird mit vier Wohngeschossen überbaut, die über Laubengänge erschlossen sind. Ein zweiter Block schliesst im stumpfen Winkel an, ein dritter – geknickter – folgt der Hinteren Bahnhofstrasse. Läden und Gastronomieflächen beleben das Erdgeschoss, darüber sind Büroflächen und schliesslich Wohnungen vorgesehen. Die bandartige Gliederung der Fassaden führt trotz heterogener Nutzungen zu einem homogenen Ausdruck des Ensembles.”

Das Projekt, das der Architekturjournalist Hubertus Adam (Archithese, Bauwelt, NZZ) hier beschreibt, ist Ende 2004 hervorgegangen aus einem Studienauftrag an drei Architekturbüros. Ausgelobt wurde dieser vom Grundstückseigner WSB zusammen mit Projektentwickler Rhomberg Bau AG und der Stadt Aarau. Die Zürcher Landschaftsarchitekten Balliana Schubert thematisieren in ihrem Freiraumkonzept die Überlagerung von privaten und öffentlichen Nutzungsansprüchen, die den Hof kennzeichnet. Konkret wird nach Fertigstellung des geplanten Fußgänger- und Radsteges über die Buchserstrasse ein Teilstück des bahnbegleitenden, städtischen Wegenetzes durch den an seinen Ecken offenen Innenhof führen.

Oberhalb bekrönen bis zu vier Wohngeschosse den Ring. Die jeweils nordseitig angeordneten Laubengänge schirmen die Wohnungen wirksam gegen die Lärmemissionen von Bahn und Buchserstrasse ab. Südseitig angeordnete Außenräume, im Wechsel mit den vorspringenden Glaskuben der Essplätze entlang der Hoffassade angeordnet, vervollständigen das großzügige und ideal orientierte städtische Wohnen der Anlage. Die flexiblen Grundrisse erlauben ausdrücklich die Einrichtung eines wohnungsinternen Büros.

Das Energiekonzept sieht für die gesamte Anlage Minergie-P-Standard vor. Die umlaufenden Brüstungsbänder aus hellen Faserbetontafeln binden den typisch städtischen Nutzungsmix zu einer stadträumlich wirksamen Großform zusammen, die sich in ihrer heterogenen Umgebung behauptet und den Nutzern und Bewohnern an dieser wichtigen Zufahrtsachse zur Innenstadt eine prägnante Adresse verleiht.

(Dietrich | Untertrifaller, 2010)

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