Stadthof 11 (Stadttheater), Zürich

  • stadthof 01
  • stadthof 02
  • stadthof 03

Oerlikon gilt als Nebenzentrum zur City von Zürich und verfügt über ein reichhaltiges Angebot an Zentrums- und Infrastrukturnutzungen. Neben dem Zentrum bildet das Messegelände einen zweiten wichtigen Schwerpunkt in Oerlikon. Der Stadthof 11 liegt optimal zwischen diesen beiden Polen. Standortqualität Areal (Ecke Wallisellen-/Thurgauerstrasse)

Der Stadthof 11 ist hervorragend sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch für den motorisierten Individualverkehr erschlossen. Die Aufwertung des Messe- und Veranstaltungsortes (neue Messe, Sanierung und Neubau Hallenstadion), das Entstehen von einigen hundert neuen Arbeitsplätzen in der Nachbarschaft (z. B. Sunrise- Towers, Leutschenbach), aber auch vielen neuen Wohnungen (z. B. Wallisellenstrasse Süd) macht den Stadthof 11 zunehmend zu einem hochkarätigen, urbanen Standort. Es entsteht ein Ort mit vielerlei städtischen Qualitäten und einer hohen Nutzungsdichte. Durch die sich verändernden gesellschaftlichen Werthaltungen und dem daraus ableitbaren veränderten Konsumverhalten der Menschen entstehen neue Ansprüche und hieraus abgeleitet neue Gebäudetypologien.

Das Gebäude in seiner heutigen Ausprägung hat nicht genügend architektonische und städtebauliche Qualitäten, die die Erhaltung rechtfertigen würden (auch nicht im Inventar der schützenswerten Bauten aufgeführt). Es kann auf Grund des Baujahres (1966) angenommen werden, dass das Gebäude erhebliche haustechnische und energetische Mängel aufweist. Das gewünschte Raumprogramm, v. a. der vergrößerte Saal mit neu 1400 Sitzplätzen, ist in der bestehenden Gebäudestruktur und -hülle kaum realisierbar. Die dringend notwendige Erneuerung und Vergrößerung des demodierten Theatersaales und des Restaurants ist sinnvollerweise Aufgabe des Wettbewerbs. Hochrechnungen zu den Sanierungs-, Modernisierungs-und Erweiterungskosten des bestehenden Gebäudes zeigen, dass das vorgegebene Kostendach von CHF 20 Mio. kaum eingehalten werden kann. War der alte Stadthof 11 als Gebäudekörper in der Umgebung volumen-und materialmässig eingebunden, so zeugt der neue Stadthof 11 vom beschriebenen strukturellen und gesellschaftlichen Wandel unserer Zeit. Durch das wesentlich grössere Programm gilt es, die Disponierung des Gebäudes im Kontext den erwähnten anderen öffentlichen Bauten anzugleichen. Das heisst, dass der neue Stadthof 11 als ein solitärer Körper in Erscheinung tritt und sich in die Abfolge größerer, öffentlicher Gebäude einfügt.

(Erläuterungstext, 2003)

Standort
Architektur
Wettbewerb
Vollbild verlassen