Sporthalle, Vaihingen

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Der Neubau der Sporthalle am alten Postweg in Vaihingen (Baden-Württemberg) ist als kompakter, funktionaler und sehr wirtschaftlicher Hallenbau in Holzelementbauweise konzipiert. Nur die erdberührenden Teile sind in Stahlbeton ausgeführt. Er gliedert sich in eine Dreifeld-Sporthalle mit Zuschauerbereich, einen dreigeschossigen Funktionsbereich und einen Mehrzwecktrakt mit Foyer und Multifunktionsraum. Alle Nutzungsbereiche werden unter einem gemeinsamen Dach vereint.

Der kompakte Baukörper fügt sich harmonisch in das vorhandene Ensemble von Friedrich-Abel-Gymnasium und 1-2-3 Halle ein. Der Entwurf nimmt Gebäudekanten der umliegenden Gebäude auf und definiert durch einen Rücksprung im Süd-Westen den Hauptzugang für Veranstaltungs- und Sportnutzung. Das auskragende Dach als klare Eingangsgeste schützt vor Witterung und bietet eine wirksame Verschattung im Süden. Der barrierefreie, überdachte Zugang lädt zum Verweilen ein, wodurch sich die Besucher bei Veranstaltungen im Außen- und Innenraum verteilen können.

Die Gebäudehöhe ist aus den Anforderungen der Hallen entwickelt und mit einer schlanken Hallentragkonstruktion moderat gehalten. Ein Großteil der Halle liegt unterirdisch und belastet die oberirdischen Bauvolumen nicht. Im Norden liegt der dreigeschossige Funktionstrakt. Durch das abfallende Gelände liegen alle Räume oberirdisch und können natürlich belichtet und belüftet werden. Die Funktion des Gebäudes lässt sich durch die Fassadengestaltung klar ablesen. So zeigen sich die die Seiten der Halle geschlossen, große Fenster inszenieren Wechselwirkungen von innen nach außen, schaffen Bezüge und unterstützen die dahinterliegende Funktion. Die offene Gestaltung des Erdgeschosses ermöglicht Einblicke in alle Nutzungsbereiche, sodass trotz der kompakten Grundrissorganisation ein kommunikatives, offenes und lichtdurchflutetes Gebäude entsteht.

Die pragmatische Erscheinung des Baukörpers wird auch in der Materialisierung fortgeführt: das Holztragwerk bleibt sichtbar, das Innere der Halle ist mit einfachen und robusten Holzelementen gestaltet. Die flächige Fassade aus gelochtem und goldbraun eloxiertem Aluminium-Mäanderblech wird über das gesamte Gebäude gezogen und schützt dahinterliegende Bereiche vor Einblicken und Sonneneinstrahlung.

Das Preisgericht vergab den ersten Platz in einem doppelt anonymisierten Verfahren an das Büro Dietrich | Untertrifaller Architekten. Die Jury lobte, dass der Entwurf geschickt die Topographie des Geländes nütze, um die Funktionen auf mehrere Ebenen zu verteilen. Dadurch trete die neue Halle in einen guten Dialog mit ihrer Umgebung.

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