Simmeringer Markt, Wien

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Ein eleganter, langgestreckter, raumgreifender Körper besetzt das dreieckige Grundstück und defi niert drei gut geschnittene, zum schönen Baumbestand hin orientierte Außenräume mit hohen Aufenthaltsqualitäten. Die beiden bestehenden Pavillons werden ebenso wie die neuen Marktstände im atmosphärischen Sinne einer “Markthalle“ integriert. Eine Hülle aus perforiertem Kupferblech umspannt die einzelnen Elemente, fasst sie zu einem größeren Ganzen und sorgt auch für den notwendigen Sonnenschutz. Bei Tag spielt die Fassade mit dem Grün der Bäume, der Durchblick nach außen ist ungehindert möglich, bei Dunkelheit kehrt es sich um, das Gebäude beginnt warm zu leuchten, stülpt sein Inneres nach außen und strahlt in die Umgebung aus, vor allem im Winter. Die weit in die angrenzenden Straßenräume sichtbaren Enden werden als bespielbare Fassaden ausgebildet. Die repräsentativen Räume dahinter sind durch die räumliche Konzeption auf kurzen Wegen erreichbar. Der peripheren und zentralen Durchwegung wird großes Augenmerk geschenkt, es entsteht ein kommunikatives, offenes, anregendes Bezirkszentrum. Im Bereich des ehemaligen Brunnens bindet ein dreieckigsförmiger Luftraum im offenen Foyer die neuen Funktionen Musikschule, Volkshochschule und Bibliothek sowie die spiralförmige, attraktive, gut erschlossene Volksgarage zusammen – die Geschichte des Ortes wird eingebunden, erlebbar gemacht und weitergeschrieben.

(Erläuterungstext, 2005)

Standort
Architektur
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