Seequartier, Bregenz

  • Seestadt-Bregenz_Nachtperspektive
  • Seestadt-Bregenz_Bahnhofsperspektive
  • Seestadt-Bregenz_Strassenflucht-Perspektive

Das neue Bahnhofsgebäude reagiert beziehungsreich auf die Kanten und Fluchten der Inneren Seestadt und des „Hauses am Bahnhof“ und wird damit integraler Bestandteil des neuen Ensembles. Durch die große konische dynamisierende Auskragung entsteht ein repräsentativer gedeckter Vorbereich mit dem Schwerpunkt an der richtigen Stelle. Hier legen auch die von Ost nach West fahrenden Busse an. Denkbar wäre die Errichtung eines Flugdaches für die in Gegenrichtung fahrenden Busse, damit verbunden die Klärung der Verkehrsströme. Der Rest des als robuste befestigte Fläche angedachten Platzes wäre dem Fußgänger für unterschiedlichste Aktivitäten vorbehalten. Zur Platzseite hin orientieren sich Shops in unterschiedlichen Größen, die bahneigenen Nutzungen zu den Bahnsteigen. Ein repräsentativer Luftraum mit frei eingestellter Treppe und Lift verbindet visuell alle Ebenen. Das Restaurant mit gedeckter Südterrasse zum Platz hin und an der Brücke zum See hat das Potential zum Hotspot. In den beiden Geschossen darüber wird ein Hotel betrieben. Alternativ werden gut geschnittene und flexibel nutzbare bzw. teilbare Büroräumlichkeiten und Praxen in verschiedenen Größen mit eigener Erschließung angeboten.

Die Fassadenausbildung entspricht in der Materialisierung dem „Haus am Bahnhof“, allerdings in perforierter Ausführung der Metallpaneele. Diese fungieren im Bereich der Fensterbänder als vertikale Faltläden und verleihen dem Baukörper die dem öffentlichen Charakter des Gebäudes entsprechende notwendige Abstraktion. Die weithin von der Stadtstraße sichtbare Ostfassade wird als Medienwand ausgebildet. Natürlich könnte die neue Brücke zum Festspielbezirk auch als Erschließung zu den Bahnsteigen dienen – wir sind aber nach wie vor der Meinung dass durch die Vorfahrt im Untergeschoss eine unterirdische Anbindung an die Bahnsteige sinnvoller wäre. Der Erhalt der bestehenden Überführung und der Verzicht auf eine neue Brücke oder Unterführung ist mit dem vorliegenden Entwurf selbstverständlich möglich. Wir hoffen jedoch sehr dass alle Beteiligten in Anbetracht der für die Stadt Bregenz beträchtlichen Tragweite der jetzt zu treffenden Entscheidungen Bereitschaft zeigen einer wie auch immer gearteten großzügigen adäquaten Lösung nicht im Wege stehen – nicht nur hier aber vor allem hier werden die Weichen für die Zukunft dieser Stadt gestellt.

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