Rüeggisingerstraße, Emmenbrücke

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Der Entwurf ist einerseits als Gelenk zwischen „städtischer“ Bebauung entlang der Rüeggisingerstrasse und der kleinteiligen Wohnbebauung des Wohnquartieres „Härdschwand“ zu sehen, gleichzeitig vermitteln die zwei unterschiedlich hohen Gebäude zwischen der 3-geschossigen Bebauung im Süden (Traufe ca. 10 m) und dem Punkthochhaus im Norden (Traufe ca. 33 m). Die Staffelung wird durch das Weglassen des Attikageschosses im südlichen Baukörper und der Aufstockung durch ein Vollgeschoss (statt Attikageschoss) im nördlichen Baukörper erreicht. (Flächenausgleich). Zusätzlich wirkt sich diese Höhenentwicklung positiv auf die Besonnung im „Innenhof“ und die nach Süden orientierten Wohnungen aus. 2 Kopfbauten (Vorderhäuser) als westlicher Abschluss mit städtischem Charakter schützen den grünen Innenhof (Schall und Sichtschutz) und gehen auf die großmaßstäbliche Bebauung entlang der Rüeggisingerstrasse ein. Die 2 „Gartenhäuser“ mit südlicher Wohnausrichtung bilden den Übergang zur östlichen Wohnbebauung. Verstärkt wird die Anbindung durch den vom Straßenraum abgehobenen „Garten“, der sich aus der östlichen Grünfläche (Privatgärten) entwickelt. Dieser Sockel beinhaltet Zugang, Garrage, Nebenräume und Ateliers.

Landschaftsarchitektin DI Barbara Bacher:

Ausgehend von der Fassadengestaltung der Gebäude wird eine Struktur in der Fläche des begrünten Garagendaches entwickelt. Gemähte und ungemähte (2-mahdige) Wiesenstreifen wechseln einander ab – durch die unterschiedliche Höhe der Gräser entstehen bewegte Bilder, die von den Wohnungen der umliegenden Gebäude im Wechsel der Jahreszeiten betrachtet werdern können. Wie Perlen eingestreut werden Farbtupfer. Rot in den sonnigen Bereichen: rote Wildtulpen und Mohn. Blau in den schattigen Zonen: Blaustern und Vergissmeinnicht. Zwei kleinkronige Baumpaare beleben den Gartenhof zusätzlich. An der Ostgrenze, entlang einer geschnittenen Ligusterhecke befindet sich das Spielareal für Kinder. Freie Rasenflächen wechseln mit einem Kiesplatz. Hier gibt es einen großen Sandspielbereich, einen Kinderpavillon, Sitzbänke und hier können Spielgeräte aufgestellt werden. Betonwege führen von den Laubengängen zum Kiesplatz und weiter durch die Grünanlage zur Brüstung an der Westseite, von wo man einen Ausblick in den Straßenraum hat.

(Erläuterungstext, 2005)

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