Namics, St. Gallen

  • Aussenblick
  • Innenraum

Der ruhige, lagerhafte Baukörper schliesst die Baulücke zur Gänze und stellt eine angemessene Ergänzung für den qualitätsvollen Ort im Umfeld der historischen Bauten dar. Durch den hohen beidseitigen Glasanteil und vor allem durch die dem Hang folgende durchgesteckte Vertikalerschliessung an den beiden Enden wird jedoch eine starke Transparenz und Filterwirkung erzeugt die einerseits die Erlebbarkeit der typischen St. Galler Topographie weiterhin ermöglicht und andererseits durch die vier gleichwertigen Zugänge das Gebäude mehrfach in der Stadtstruktur verankert.

Folgerichtig sind die Empfangshalle und die „öffentlichen“ Räume im Geschoss zwischen den beiden Strassenräumen platziert. Die zweigeschossige bergseitige Halle mit dem vorgelagerten begrünten Patio stellt einen repräsentativen gut einsehbaren räumlichen Auftakt dar. Über die beiden seitlich angelagerten Erschliessungen sind einerseits kurze Wege, andererseits aber auch eine hohe Flexibilität in der heutigen und zukünftigen Nutzung des Gebäudes garantiert.

Das stark plastisch strukturierte Volumen schafft durch seinen hohen Glasanteil lichtdurchflutete Räume auf allen Geschossen. Die großen Gruppenbüros profitieren vom blendfreien diffusen Licht von Norden bis in die Tiefe des Raumes, die Sonderräume und Aufenthaltszonen auf der Südseite erhalten im Tagesverlauf durch die dreidimensionale Struktur der Fassade unterschiedlichste Lichtstimmungen und können individuell beschattet werden. Den Erschliessungskernen vorgelagert sind die Kommunikationszonen attraktive Treffpunkte mit schönen Blickbeziehungen in die Stadt.

Das überhöhte spektakuläre Dachgeschoß als Eat and Meet – Bereich mit der vorgelagerten Terrasse und dem grandiosem Blick auf die gesamte Stadtsilhouette verspricht Individualität und Unverwechselbarkeit ohne die umgebende Dachlandschaft aufdringlich zu übertönen. Im Sockelgeschoss finden die Neben- und Veloräume Platz, auch die kompakte und automatisierte Einstellhalle wird von hier über zwei Lifte erschlossen.

Die Fassadenstruktur aus oberflächenbehandeltem Sichtbeton harmoniert mit den benachbarten Steinfassaden ohne auf ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu verzichten.

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