Mehrgenerationenwohnen, Winterthur

Mehrgenerationenwohnen, Winterthur

  • Wohnanlage Winterthur 01

Die Vorgaben des Regelwerkes „Innenraum Hybrid Cluster“ werden konsequent
umgesetzt. Die Wohnsiedlung „Generationenwohnen“ knüpft an den halböffentlichen
Innenraum an und profi tiert von den Freiraumqualitäten des übergeordneten Verbindungs-
und Aufenthaltssystems. In dieser Zone wird auf private Terrassen verzichtet.
So wie sich das gemeinschaftliche Leben innerhalb des Clusters in den Innenräumen
abspielt, genauso wird das öffentliche Leben der Genossenschaft im Innenhof konzentriert.
Das Hofgeschoss ist durch Nutzungen wie Ateliers, Läden, Gemeinschaftsräume
oder Restaurant geprägt. Darüber liegen die grosszügigen Balkonschichten,
welche sich zum Innenraum hin orientieren. Wie im Cluster-Innenraum spielt auch im
Hof der Freiraum eine tragende und vermittelnde Rolle. Über die mit Kletterpfl anzen
berankte Balkonschicht wird die Grenze zwischen Innen und Aussen aufgebrochen
und der grüne Hofraum kann sich bis tief in die Wohnschichten fortsetzen. Auf dem
Hofniveau bildet ein umlaufendes grünes Band aus Staudenpfl anzen und einem Sitzfries
die Trennung zwischen Erschliessungsschicht und zentralem Aufenthaltsraum.
Dieser birgt gewünschte Nutzungen wie Siedlungsrestaurant, Spielparadies oder
Gartenzimmer. Zwei zusätzliche Felder bleiben den Bewohnerinnen und Bewohnern
zur späteren Aneignung vorbehalten, die so genannten Interventionszonen.
Der gesamte Hof wir mit einem lichten Baumhain aus aufgeasteten Scheinakazien,
Judasbäumen und Zierkirschen bepfl anzt.
Das Restaurant profi tiert von seiner Lage unmittelbar neben dem Eulachpark. Für
die Aussenfl ächen des Restaurants werden zwei Aufenthaltsqualitäten angeboten,
ein urban geprägter Bereich am Strassenraum und ein ruhiger Bereich im erhöhten
Hofraum. Die Restaurantzone mit seinen Aussenräumen erfüllt hier wiederum die
vermittelnde Rolle zwischen öffentlich und halböffentlich.
Die KiITA wird als Terrasse im Süden und innerhalb des Cluster-Innenraums plaziert.
Die erhöhte Lage und ein Schleier aus Bäumen und Sträuchern formulieren
die Begrenzung des Freiraumes. Sie gewährleisten den notwendigen Schutz für die
Kinder ohne die Kommunikation mit dem Umfeld zu unterbinden. Die gestalterische
Weiterführung der Clustersprache im Aussenraum der KITA über die Begrenzung hinweg
kann als Statement für die das Ausloten und Erforschen der kindlichen Grenzen
gelesen werden.

(Erläuterungstext)

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