Lienihof, Zürich

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Die heterogen gewachsene Gebäudestruktur des LieniHof-Areals wird zur Gänze abgebrochen und durch ein Ensemble von 3 kompakten Baukörpern ersetzt, das durch seine „tanzende“ Konfiguration sowohl spannende interne Freiräume als auch adäquate räumliche Bezüge zum umgebenden Quartier erzeugt. Eine bewegte Weg-/Platzfigur durchfliesst das Areal und verbindet den durchgrünten Bereich an der Heinrich Federer-Strasse mit dem offenen Platz an der Albisstrasse. Von dem, mit Baumgruppen bepflanzten, zentralen Hofplatz, sind die Gebäude erschlossen. Im Vorbereich der Ladengeschäfte betont ein Brunnen den öffentlichen Charakter des Ortes und schafft eine einprägsame Eingangssituation. Der Spielplatz ist im rückwärtigen Gartenbereich situiert. Ein brusthoher, freiwachsender Heckensaum umschliesst den Aussenraum und gliedert diesen in kleinräumig nutzbare Zonen. Die Bepflanzung „assimiliert“ den Charakter der umgebenden Vegetation: Spiraeen, Flieder und Blumenhartriegel werden ergänzt durch lichtlaubige Birken und rotblühende Zieräpfel. Die Tiefgaragenabfahrt und der Kundenzugang zum unterirdischen Verkaufsladen sind attraktiv an der Albisstrasse im südlichen Baukörper gelegen, die Anlieferungen im nördlichen Gebäude vom Tramdepot her. Der Grossteil der restlichen Erdgeschossflächen besteht aus kleinräumlichen arealtypischen Gewerbeflächen. Im ruhigen hinteren Bereich ist die Pflegewohngruppe untergebracht. In den Normalgeschossen werden 4 Wohnungen pro Geschoss durch ein zentrales Stiegenhaus erschlossen, die Nassräume sind rationell um den Kern gruppiert und die Freiräume in den Baukörper eingeschnitten. Im Attikageschoss befinden sich 2 Wohneinheiten mit großzügigen Terrassen. Der Minergiestandard wird erreicht durch die kompakte Baukörperform mit klaren Raumgruppen, den hohen Isolationsstandard sowie durch ein dezentrales kontrolliertes Be- und Entlüftungssystem im Bereich der Nebenräume. Die Fassaden sind quartiertypisch verputzt, durch die schräg angeschnittenen Laibungen wird eine lebendige skulpturale Wirkung erzeugt. Sonnenschutzgläser und innenliegende textile Abschattungen bilden den Schutz vor Hitze und Einsicht.

(Erläuterungstext, 2006)

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