Johann-Strauß-Grundschule, Berlin

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Der kompakte und städtebaulich klar positionierte Baukörper mit zwei Einschnitten läßt durch seinen minimierten footprint große Flächen des Grundstücks offen. Der separierte Technik- und WC-Trakt muß jedoch auf dem Grundstück nachgewiesen werden.

Das Gebäude wird durch einen Haupteingang und zwei Nebeneingänge erschlossen. Das zentrale Foyer bildet einen zentralen Ort. Die dort befindliche offene Treppe macht Nutzung außerhalb der Schulzeit für Sport und andere Gruppen nur möglich, wenn einige bauliche Maßnahmen geändert werden. Dies gilt auch für den Luftraum zwischen Klassenraumflur und Umkleiden welcher ein funktionales und akustisches Problem bildet.

Die in den Gebäudeecken angeordneten Klassenräume werden auf Grund der zweiseitigen Belichtung positiv gewertet; negativ ist aber die Kollision der Klassen- und Gruppenraumeingänge in den Flurecken.

Die Terrassen kompensieren die in den Obergeschossen fehlenden Freibereiche. Terrasse, Spielfläche und Luftraum sind spannungsreiche Raumfolgen.

Die Ziegelfassade mit den Faschen verspricht eine hochwertige Gestalt und eine wartungsarme Lösung.

Die farbigen Loggienverglasungen wirken eher bezugslos und aufgesetzt, die damit verbundene Färbung des Innenraumes kann nicht überzeugen, Die Materialität im Innenraum lässt das Eingehen auf akustische, haptische und optische Belange vermissen.

 

(Jurybericht, 2011)

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