IZM Illwerke Zentrum Montafon, Vandans

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Das neue Montafoner Headquarter der Vorarlberger Illwerke sitzt leicht schwebend auf der Uferkante des Rodundsees auf und schiebt sich in spannungsvollem Winkel zu den bestehenden Gebäuden in einer kraftvollen Geste weit aufs Wasser hinaus und erobert sich so einen Teil des Terrains wieder das für die Errichtung der Speicherseen dem Talboden entrissen wurde. Dadurch wird einerseits eine sinnvolle Distanz zur südseitig steil aufsteigenden, das Areal verschattenden Bergflanke und andererseits Raum für eine artifizielle Parklandschaft geschaffen, die mit dem „technischen Gefäß,“ der sich auf- und ab bewegenden Speicherseen in einen adäquaten Dialog tritt. Die Ausbildung der Untergeschosse verursacht natürlich einen gewissen Stauraumverlust, dieser kann aber durch eine größere Aufstauhöhe der Seen von ca. 1,2 cm kompensiert werden.

Das raumgreifende, großzügig organisierte, nach allen Seiten orientierte Erdgeschoss mit teilweise zweigeschossigen Aufkantungen fungiert als Basis für den aufgesetzten kräftigen Büroriegel mit klarer Ost-West-Orientierung und schönen -vom südlichen Steilhang unbeeinflussten-weiten Ausblicken. Die dadurch entstehende bewegte Silhouette erinnert in ihrer Expressivität an Bauten aus der Pionierzeit des Kraftwerksbaus und strahlt durch die exponierte Lage am und im See weithin aus – als Symbol für die Bedeutung der Wasserkraft und somit der Illwerke für das Montafon.
Durch die strahlenförmige Formation der silbernen Baumreihen durchquert man – See und Gebäude im Blickfeld – den Park und gelangt über eine leicht geneigte Rampe in einen gedeckten Vorbereich unter dem Bürotrakt. Die zweiseitig zum Park mit Gastgarten und See hin orientierte Kantine – auch als eigenständig abends gut abtrennbarer Veranstaltungsbereich nutzbar – bildet den kommunikativen Auftakt und attraktiven Treffpunkt für alle Mitarbeiter und Besucher in der großzügig fließenden Raumfolge im Erdgeschoss. Daran schließt sich das spektakulär nach Westen geöffnete, als Verteiler fungierende Foyer an. Von hier aus werden – von der Rezeption gut eingesehen – die Obergeschosse zentral erschlossen. Dahinter gruppieren sich die unterschiedlich dimensionierten Besprechungs- und Schulungsräume, ebenfalls mit großartigen Aus- und Durchblicken.

( Erläuterungstext)

Standort
Architektur
Wettbewerb
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