Gymnasium Leonardo-da-Vinci, Berlin

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Das Wettbewerbsgebiet ist durch eine heterogene Bebauungsstruktur mit Wohnnutzung geprägt und liegt damit in einem Spannungsfeld unterschiedlichster Raum- und Höhenbezügen. Die neue Bebauung greift mit präziser Setzung ordnend auf das städtebauliche Umfeld ein. Der 3-geschossige Baukörper spannt drei Flügel auf, die mit ihren Raumkanten und ihrer Volumtrie unmittelbare Außenraumbezüge zu der umliegenden Bebauung herstellen. Ein übergeordneter gefasster Außenraumbereich mit Pausen- und Hofflächen entsteht.

Charakteristisch für den Neubau ist die klar ablesbare Grundstruktur der Cluster in den Flügeln. Die Cluster bestehen aus je vier Klassenräumen  (7.-10. Klasse, ca. 850 Schüler) mit einer gemeinschaftlich genutzten Kommunikationszone, die als flexibel nutzbare Gruppenräume an den begrünten Lichthöfen liegen. Jedem Cluster ist stirnseitig ein Oberstufenraum zugeordnet. Diese sind bewusst im räumlichen Nahbereich der Cluster angeordnet, um zusätzlich einen jahrgangsübergreifenden Austausch zwischen Ober- und Mittelstufe anbieten zu können. Gangseitig lagern sich die Fachräume mit ihren Sammlungen an.

Das Erdgeschoss wird über ein durchgestecktes Foyer erschlossen, das den Schulhof mit der Doppelsporthalle in ost-westlicher Richtung verbindet. Im Foyer liegt der zentrale Luftraum mit der Haupterschließungstreppe und dem Lift. Die Treppe ist Herzstück und zentraler Verteiler der gesamten Schule. Von hier gelangen alle Schüler und Lehrer in ihre Klassen- und Fachräume oder in den separat abtrennbaren (Ganztages-) Bereich mit Mensa, Mehrzwecksaal und Freizeiträumen. Dieser auch außerschulisch nutzbare Bereich liegt im südlichen Flügel und wird als offene und lebendige Kommunikationszone entwickelt.

Das transparente und flexibel nutzbare Raumgefüge öffnet sich in Form der Mensa nach Osten zum Pausenhof und ist über den zum Vorplatz orientierten Mehrzwecksaal und Freizeitraum des darstellenden Spiels zusätzlich erweiterbar und langfristig variable bespielbar. Der Mehrzwecksaal und die Freizeiträume sind ist als „Großes Fenster“ zum Eingangsbereich und öffentlichen Stadtraum konzipiert und fungieren gleichzeitig als übergeordneter Adresse der Schule.

Der westliche Flügel an der Christoph-Ruden-Straße nimmt die Verwaltung auf. Sie liegt unmittelbar am Eingang und wir durch den Lichthof der „Kunst und Musik“ akzentuiert. Im nördlichen Flügel befindet sich der pädagogische Bereich. Die Lehrerzimmer gruppieren sich um den grünen Lichthof der „Naturwissenschaften“.

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