Wohnüberbauung Gesshalden, St. Gallen

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Die vier locker gesetzten zueinander gedrehten Volumen belassen die natürliche Topographie des Hanges und brechen die Rigidität und Starrheit der vorhandenen Baustruktur auf. Ein neuer räumlicher Kontext entsteht an diesem wichtigen Gelenk zwischen der horizontalen und vertikalen Hangerschliessung in Bezug auf den südlichen Bauernhof und die nördliche Wohnbebauung. Der Hangfuß bleibt großteils unberührt, die Qualität des mit Obstbäumen durchsetzten Freilandes bis zur Strasse erlebbar. Nur die notwendigen Einfahrten und Zugänge werden eingeschnitten. Die bestehenden Treppenanlagen führen zu einer breit gelagerten behutsam in den Hang eingefügten Spiel- und Erschliessungszone mit hohen Aufenthaltsqualitäten, die alle Baukörper geschützt verbindet. Im Bereich der Gehölzgruppe und der Hecke sind ebenfalls Spielbereiche vorgesehen. Gestaltungsplan Die Regelbauweise wird bei allen Häusern um ein Geschoss überschritten. Dafür wird grundsätzlich auf die Errichtung von Attikageschossen verzichtet. Diese Vorgangsweise entspricht volumetrisch der Erhöhung von 50% der Baukörper um ein Regelgeschoss. Die Balkone kragen statt auf der halben Länge um 2 Meter auf der ganzen Länge um 1 Meter aus. Die maximalen Gebäudehöhen werden eingehalten. Wohnqualität Die Wohnungen weisen grossteils ungestörte Ausblicke in drei Richtungen auf – vor allem der freie Blick auf Stadt und Natur für alle zeichnet das Bebauungskonzept aus. Die zwei nördlichen längsgestellten Baukörper mit durchgesteckten Wohnbereichen und großzügigen Terrassen auf beiden Seiten bieten den ganzen Tag über ein sonnendurchflutetes Ambiente mit phantastischen Ausblicken. Die zwei südlichen an die voluminöse Hecke angrenzenden quergestellten Baukörper erhalten übereckorientierte Wohnbereiche und Terrassen, die ebenfalls eine hervorragende Wohnqualität mit weitschweifenden Ausblicken anbieten. Der Wohnungsmix wurde erweitert, bietet nun 2 1/2- bis 4 1/2-Zimmerwohnungen an. Die Tiefgarage mit getrennter Ein- und Ausfahrt und die Abstellräume sind vollkommen in den Hang integriert und von allen Gebäuden direkt mit Lift erreichbar. Die Besucherparkplätze brechen den Durchfahrtsfluss auf der verbundenen Strasse. Alternativ dazu wäre die Anordnung von Parkplätzen auf der Nordseite denkbar.

(Erläuterungstext, 2007)

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