Campus Goethegymnasium, Gera

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Grundidee der Arbeit sind die Arrondierung des Gebäudeensembles mit einem kompakten, freistehenden Neubau sowie die Ausbildung einer alle Einzelbereiche miteinander verbindenden Pausenterrasse zur Reichsstraße. Für die optional vorzusehende Sporthalle wird ein Baufeld im Bereich Florian-Geyer-Straße vorgehalten. Ausgehend von der Hoffigur des ehemaligen Regierungsgebäudes gelingt es der Arbeit mit nur einer baulichen Setzung, sowohl die historische Raumfigur des Ehrenhofes neu (und großzügiger) abzubilden, als auch den südlich angrenzenden Stadtraum im Bereich Florian-Geyer-Straße klar zu ordnen.

Unter Bezugnahme auf die am Standort vorzufindenden Klinkerfassaden wird der Neubau als dreigeschossig eindeutig gefügtes und zurückhaltend gestaltetes Volumen in gleicher Materialität vorgeschlagen. Der dreibündig organisierte Grundriss schafft trotz seiner sehr kompakten Grundfläche attraktive Erschließungsbereiche und gut zonierte Innenräume. Hierzu trägt insbesondere die gute Tageslichtführung bei. Insbesondere die Rückstaffelung des Neubaus gegenüber dem Westflügel des ehemaligen Regierungsgebäudes wie auch dessen kompakte, zurückhaltende Erscheinung lassen das Einzeldenkmal grundsätzlich im rechten Licht erscheinen.

Der Baukörper für die Schulerweiterung bildet insbesondere hinsichtlich der Materialität einen Kontrast gegenüber dem Reußischen Regierungsgebäude und dem Rutheneum. Städtebaulich-räumlich und schulorganisatorisch bildet der weitgehend in sich geschlossene obere Schul- und Eingangshof im Bereich Burgstraße eine Alternative zu den sonst meist offenen Höfen in diesem Teil des Ensembles. Die räumliche und funktionelle Abgrenzung zur Burgstraße wird als vorteilhaft für den Schulbetrieb eingeschätzt. Die Sporthalle wird westlich des Neubauflügels unter dem Schulhof angeordnet und bildet mit dem oberen Baukörperabschluss eine wahrnehmbare Raumkante im Verlauf der ehemaligen Stadtmauer entlang der Reichsstraße. Der zweite (untere) Schulhof ist platzsparend auf dem Dach der Sporthalle angeordnet und schiebt sich unter dem Neubauflügel Richtung Reichsstraße. Hiermit entsteht eine Balkonsituation mit besonderer Aufenthaltsqualität, die auch als belebendes Element innerhalb Stadtraums eingeschätzt wird. Teile des Gemeinschaftsbereichs werden folgerichtig dem Pausenhof zugeordnet. Die beiden Pausenhöfe befinden sich auf verschiedenen Geländeniveaus. Damit entsteht eine transparente und interessante Verknüpfung der Hofsituationen.

(Auszug Jurybericht 2011)

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