50Hertz-Netzquartier, Berlin

  • Plan1
  • Plan3
  • Plan4-hertz
  • Plan2
  • Plan4

Städtebau: Die Gebäudekomposition des 50Hertz-Netzquartiers liegt am Schnittpunkt zwischen der neu entstehenden Europacity und dem heterogen gewachsenen Quartier um den Hamburger Bahnhof. Als integraler Bestandteil beider Bereiche kommt ihr eine wichtige Gelenksfunktion zu. Die volumetrischen Gedanken aus dem Masterplan von Astoc und dem daraus resultierenden Bebauungsplan werden grundsätzlich übernommen, jedoch etwas freier interpretiert und die Stadträume zwar geometrisch präzise aber fließender gefasst. Beide vom Europaplatz herführenden neuen Verbindungsstraßen zwischen Minna-Cauer-Straße und Invalidenstraße leiten über ”teilweise gedeckte” platzartige Räume in den Kunstcampus über.

Die hohe Durchlässigkeit und die durch die ”tänzelnden” Kanten erreichte Dynamik rechtfertigt die größere Höhenentwicklung. Die Überschreitung der Bauflucht Richtung Hamburger Bahnhof ist das Resultat einer präzisen Auseinandersetzung zwischen den bestehenden historischen Bauten, dem östlichen Annex und der Riekhalle, die mögliche Höhe wird hierbei nicht ausgeschöpft. Durch diese Freistellung positioniert sich 50Hertz selbstbewusst im öffentlichen Raum – der Bedeutung des Unternehmens aber auch der Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit angemessen.

Architektur: Über den südlich gelegenen Vorplatz wird das repräsentative Foyer erschlossen, eine große Glaswand lässt die Kunst innen und außen gemeinsam wirken. Richtung Heidestraße schließt ein zuschaltbarer Konferenzsaal für größere Veranstaltungen an, zum Kunstcampus hin das umlaufend belichtete Betriebsrestaurant mit vorgelagertem Freibereich. Auf kurzem Weg ist der räumlich attraktive Konferenzbereich im Obergeschoss angebunden, ein differenziertes teilweise zweigeschossiges Kontinuum von geschlossenen Räumen und offenen Foyerzonen mit integrierter Cafeteria ermöglicht Konferenzen jeder Größenordnung umfangreiche Entfaltungsmöglichkeiten. Auf diesen beiden Etagen ist auch zentral im Gebäude und doch diskret gelegen der Vorstandsbereich positioniert. Zum geschützten begrünten Hof hin orientieren sich folgerichtig die Aufenthaltsbereiche des Kindergartens sowie von Ersatz-TCC und IT, die Fremdmieter belegen das Obergeschoss. Die weiteren Obergeschosse beinhalten die ”normalen” Bürobereiche, in der ersten Baustufe zwölf im Hochhaus, eines im nördlichen Flügel, zwei Geschosse im östlichen Trakt mit darüberliegender Dachterrasse und weiten Blicken über den Kunstcampus, die Spree und das Regierungsviertel. Um einen zentralen Kern mit Vertikalverbindungen und Nebenräumen spannt sich eine frei organisierbare hochflexible und flächeneffiziente Arbeitslandschaft.

Standort
Auslober
Architektur
Wettbewerb
Rang
Fläche
Kubatur
Partner
Vollbild verlassen