20er Haus, Wien

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„Glasboxen” als Werbeträger, die dem neuen Gesamtensemble einen „Rahmen“ ge­ben.

Die Funktionen werden entzerrt – alle öffentlichen Bereiche sind oberirdisch im Bestand untergebracht. Die problematische Zerteilung der unteren Ausstellungsebene wird nur mit mobilen Wänden vorgenommen und ist zu hinterfragen. Der Schall­schutz nach oben erfolgt durch eine rahmenlose Verglasung um den Luftraum. Büros, Werkstätten und Bibliothek werden über einen großzügigen Gartenhof und die Glasboxen belichtet. Die Depots liegen unter dem Parkplatz.

Haustechnik Veranstaltungsbereich EG:

Das bestehende Gebäude wird zur Zeit über Bo­denkonvektoren entlang der Außenwände beheizt. Diese Konvektoren werden komplett erneuert. Die­se Auslässe werden auch zur Zulufteinbringung in den Veranstaltungsraum verwendet. Durch die Art der Zulufteinbringung (Quellluft) wird die Luftmenge bei optimaler Luftqualität minimiert. Die Abluft wird über dem Luftraum im Veranstaltungsbereich (Ebene 1. OG) abgesaugt.

Haustechnik Ausstellungsbereich OG:

Die bestehende einschalige Fassade wird auf der Innenseite um eine zusätzliche Scheibe (Wärmeschutzverglasung) ergänzt. Es entsteht dadurch ein 2-schaliges System wodurch der Innenraum von den Außenkonditionen entkoppelt wird. Diese zusätzliche Scheibe wird auf dem Träger vor der Fassade aufgesetzt. Zur Minimierung der Wärme­verluste werden die Träger in der Pufferzone wärmegedämmt.

Der Zwischenraum wird je nach Erfordernis kon­ditioniert bzw. be- und entlüftet. Die Leistung bzw. der Energieverbrauch sind auf Grund des gerin­gen Volumens gering. Der Zwischenraum wirkt als Puffer zwischen Au­ßen- und Innenraum. Zwischen Innenraum und Pufferzone wird eine Wärmeschutzverglasung vorgesehen. Dadurch können im Innenraum (Aus­stellungsbereich) durch eine eigene relativ kleine Klimaanlage (Luftmenge entsprechend der Per­sonenanzahl) die erforderlichen Raumkonditionen hinsichtlich relative Luftfeuchte und Temperatur sowie Staubgehalt hergestellt werden.

(Erläuterungstext, 2003)

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