Weizeneggerweg, Bregenz

Weizeneggerweg, Bregenz

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Am unteren Teil des Pfänders war zwischen einer mit Buchen bestandenen Waldzunge und einer Villa aus dem frühen 20. Jahrhundert der große Garten unbebaut geblieben. Mag sein wegen des davorstehenden Turmhauses über Y-Grundriss. Heute hat diese Art Gegenüber eine spezifische Attraktivität gewonnen und eine halbe Aussicht gilt auch als Aussicht. Der viergeschossige Bau steht auf einem exakt quaderförmigen, zur Grünberankung vorgesehenen Betonsockel, der die Autoabstellplätze birgt. In kurzen Scheiben zieht er sich noch bis zur Erdgeschosssturzhöhe hinauf und vermag damit den ansteigenden Hang zu bewältigen, sodass die vier horizontal betonten Brüstungen der oberen Geschosse eine einheitliche Figur bilden.

Die Klarheit des Ausdrucks wird vom Wechselspiel der einspringenden Loggien kaum irritiert und die füllenden Paneele zwischen den Zimmerfenstern sind anthrazitfarben dunkel gehalten, ähnlich den Gläsern und der äußeren Hülle des zurückgesetzten Attikageschosses. So kommt das starke Bild der im Rücken des Hauses vertikal zusammengefassten Brüstungen ungestört zur Wirkung.

Von nicht geringer Bedeutung ist dabei die Farbe. Das freundlich-helle, mild-warme Grau mit dem die Brüstungen geputzt sind, verhält sich vermittelnd, nicht modisch abweisend. Die Grundrisse der kleinen und größeren Wohnungen sind klar und funktionell, nutzen aber nach Möglichkeit Aussicht und Südlage für ein individuelles Außenwohnen. Gegenüber dem eingezogenen Zugang im Erdgeschoss bietet sich hinter Schiebetüren ein Verwandter des praktischen „Schopfs“ als Abstellraum für Fahrräder und Kinderwagen an.

(Walter Zschokke, 2001)

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