Waldorfschule, Wien

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Die Rudolf Steiner-Schule im Maurer Schlössl wurde 1964 gegründet und ist Österreichs älteste Waldorfschule. Die Unterstufe und der Hort sind gegenüber in einem umgebauten Herrenhaus untergebracht, das die Anforderungen an einen zeitgemäßen Schulbetrieb nicht mehr erfüllen kann: schlechte Bausubstanz, zu wenig und zu kleine Klassenzimmer, keine Turnhalle. 2014 wurde daher ein Ideenwettbewerb zum Aus- und Neubau der Grundschule ausgeschrieben, den die Arbeitsgemeinschaft Dietrich | Untertrifaller Architekten und Andreas Breuss gewann. In den Sommerferien 2017 beginnen die Bauarbeiten.  

Der Neubau verbindet sich harmonisch mit dem historischen Bestand – auf starke Brüche zwischen Alt und Neu wird verzichtet. Der Großteil der Um- und Zubauten konzentriert sich auf die südliche, der Straße abgewandte Seite. Der Gebäudecharakter bleibt erhalten und wird optisch aufgewertet. Die flexible Raumkonzeption schafft ein kreatives Lernumfeld mit einem Maximum an variablen Funktionen und Anwendungen: Lern-, Spiel-, Sozial- oder Werkstattzonen können frei gestaltet und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Der zentrale Zugang und die ablesbare Trennung der Funktionen im Inneren ergeben logische Abläufe und erleichtern die Orientierung. Der Speisesaal mit Gartenzugang, der mit Tageslicht versorgte Turnsaal, der integrierte Bioladen und der Dachgarten bilden die Hauptelemente des klar strukturierten Raumprogramms.

Der Eingang der Schule wurde vom Hof an die Westseite verlegt. Foyer und Speisesaal samt Schulküche liegen im Erdgeschoss des Altbaus, darüber befinden sich Sonderunterrichtsräume und Lehrerzimmer sowie im 2. Obergeschoss ein Eurythmiesaal. Im Neubau sind im ersten Stock vier Klassenzimmer mitsamt Kleingruppenräumen und eigenen Garderoben untergebracht, darüber der Hort samt Dachterrasse. Fast das gesamte Unter- und Erdgeschoss des Neubaus nimmt die Turnhalle ein, die über Fensterbänder großzügig natürlich belichtet wird. Dank eines eigenen Zugangs kann die Turnhalle auch außerschulisch genutzt werden. Die ins Dach eingeschnittene begrünte Terrasse vom Hortbereich aus betreten und bietet einen attraktiven Außenraum.

Der Neubau wird in Holzbauweise errichtet, mit natürlichen Dämmstoffen wie Stroh, Holz oder Hanf als Wärmeschutz. Der Innenausbau wird in Lehm umgesetzt. Diese Baustoffe haben eine niedrige Herstellungsenergie und sind regional verfügbar. Ziel ist es, einen weitestgehend chemiefreien Innenraum zu schaffen. Die großzügigen Glasfronten des Neubaus schaffen transparente, helle Räume mit Ausblicken und Zugängen in den Garten.

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