Sportzentrum Bon Lait, Lyon

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Die multifunktionale Sporthalle ist in Holzskelettbauweise mit Strohdämmung errichtet und bildet ein Quartierszentrum im Herzen von Bon Lait, einem Stadtentwicklungsgebiet in Lyon. Die Halle steht sowohl den Schulen als auch den Vereinen und Hobbysportlern der Umgebung zur Verfügung. Das Raumprogramm besteht aus einer Dreifachsporthalle für verschiedene Ballsportarten sowie einer Trainingshalle für Kampfsport, Tanz und Gymnastik.

Die Umgebung ist mit meist vier- bis fünfgeschossigen Wohnbauten mit zurückspringenden Attikageschossen abwechslungsreich und dicht bebaut. Deshalb entschieden sich Dietrich | Untertrifaller in Arbeitsgemeinschaft mit Tekhnê Architectes für eine einfache Gebäudeform, die sich zum Platz hin mit einer urbanen Loggia öffnet. Mit einer homogenen Hülle aus vorvergrauten Lärchenholzleisten und großzügigen Verglasungen unterscheidet sich die Sporthalle klar vom Umfeld. Durch ihre Schlichtheit betont sie auch ihre Funktion als niederschwellige, allen zur Verfügung stehende kommunale Infrastruktur.

Doch die äußere Form der auf den ersten Blick einfachen Kiste täuscht. Im Inneren der 9 Meter hohen Halle mit ihrem 45 x 24 Meter großen Spielfeld besticht die Deckenkonstruktion aus weitgespannten Brettsperrholzelementen, an der hölzerne Pyramidenstümpfe das durch die nach Norden ausgerichteten Sheds eindringende Tageslicht gleichmäßig im Raum verteilen.  Die Wandverkleidung aus Holzlamellen sorgt für gute Akustik. Die Zuschauerränge sind als dreireihige Sitzstufen aus Beton in das Gebäuderückgrat mit der internen Erschließung und Nebenräumen geschoben.

Im Obergeschoß ist die Kampfsporthalle untergebracht, die auch für Tanzsport und Gymnastik genutzt werden kann. Über ein Fensterband und einen Luftraum mit Oberlicht wird sie gut mit Tageslicht versorgt.

Das Sportzentrum Bon Lait belegt eindrucksvoll, wie gut Holzarchitektur im urbanen Kontext funktioniert. Nicht nur durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe wie Holz und Stroh verdient das Bauwerk das Prädikat „nachhaltig“. Es ist vor allem das Zusammenspiel von Material, ökonomischer Konstruktion und Gebäudekomfort, der hier mit guter Tageslichtausnutzung, natürlicher Lüftung und sensorisch ansprechenden Oberflächen erreicht wurde.

 

 

 

 

 

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