REKA Feriendorf, Urnäsch

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Im hügeligen Voralpengebiet der Ostschweiz liegt auf einem sanft abfallenden Gelände das Feriendorf. Die 50 Einheiten für Familien mit Kindern sind in drei winkelförmigen Trakten zusammengefasst, die kammartig an einer Basis mit Gemeinschaftseinrichtungen andocken. Im Süden führt die Kantonsstraße an der Siedlung vorbei. Hier schirmen die vier der Straße folgenden Gemeinschaftshäuser die dahinterliegenden Wohngebäude und von Lärm und Staub ab. Eine Unterführung erlaubt den gefahrlosen Zugang zu den Spielflächen und zum Badeplatz an der Urnäsch. Die Zufahrt zum Feriendorf erfolgt an der Ostseite, wo der Parkplatz und unter dem ersten Wohntrakt ein Parkdeck angeordnet sind.

In der Zeile der Gemeinschaftsbauten liegt ebenerdig im Osten den Haupteingang mit der Rezeption. Daneben befindet sich der Jugendraum, ein multifunktionaler Saal mit der Gemeinschaftsküche, der für Veranstaltungen vorgesehen ist. Im nächstliegenden Haus sind der Kindergarten, die Schulküche, die Bibliothek und der Fernsehraum untergebracht. Im Untergeschoss sind die Garderoben für das Schwimmbad, das im dritten Haus zugänglich ist. Im vierten Haus ist für fünf Kleintierarten in ihren Ställen Platz. Der Kontakt mit diesen Tieren und ihre Betreuung gehören zum Konzept des Feriendorfes.

Hinter den vier Gemeinschaftshäusern verläuft über Rampen die interne Hauptachse der Siedlung. Die Wege zu den Ferienwohnungen zweigen davon rechtwinklig ab. Daran reihen sich in drei abgewinkelten, zweigeschossigen Baukörpern die Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Diese Anordnung bildet zwei weitgehend geschlossene und einen halb offenen Wohnhof. An einem Treppenhaus liegen im Erdgeschoss und im Obergeschoss je zwei Wohnungen mit breiten Sonnenterrassen an der West- bzw. Südseite.

Über den Untergeschossen und Gebäudesockeln aus Stahlbeton erhebt sich eine Holzkonstruktion, wobei dem Brandschutz großes Gewicht beigemessen wurde. Die Flachdächer sind extensiv begrünt, sodass die Siedlung, die meist schräg von oben zu sehen ist, gut in die Umgebung integriert wird.

(Walter Zschokke, 2008)

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