New Alpine Residences, New York

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Die erfolgreiche, von der Architekturkritikerin Liesbeth Wächter-Böhm kuratierte Wanderausstellung ‘Austria West’, die zeitgenössische Architektur aus Vorarlberg und Tirol präsentiert, machte 2004 auch in New York Station. Dort – Amerikaner leben zumeist in Einfamilienhäusern – wollte eine zusätzliche Schau die zahlreichen attraktiven Einfamilienhäuser der beteiligten Architekten in knappster Form interessierten Laien näher bringen. Sie wurde im ersten Stock des Österreichischen Kulturforums die Ausstellung „New Alpine Residences” drei Monate lang gezeigt.

Als Originalexponat und Beispiel für zeitgenössische Innenräume der Region wurde eine Box aus Vorarlberger Weißtannenholz aus vielen gehobelten zehn Zentimeter breiten Brettern eingebaut. Die Raumhöhe von 2,05 Metern entspricht den Stuben alter Wälderhäuser, doch die minimalistische Sitzbank vor der Diaschau ist mit dem Boden verwachsen, und unter dem Stiegenlauf fand eine supponierte Feuerstelle Platz. Die Projektionsfläche ist exakt vor dem verdeckten Fenster angeordnet. Damit bezieht sich der ansonsten autonome Einbau auf die Architektur des Österreichischen Kulturforums von Raimund Abraham. Die etwa drei Dutzend Einfamilienhäuser wurden als Baumassenmodelle aus Holz im Maßstab 1:333 in Augenhöhe aufgereiht.

Informative Karten mit Fotografien, Plänen und einer kurzen Erläuterung konnten aus darunter befindlichen Fächern entnommen werden. Die Fotografien waren dann in steter Folge groß als Projektion zu sehen. Den temporären Einbau fertigten zwei Bregenzerwälder Tischler Wolfgang Schmidinger und Wolfgang Meusburger in New York. Sie sind an der initiativen Handwerkergemeinschaft Werkraum Bregenzerwald beteiligt, die zeitgenössische Möbelentwürfe zur Serienreife entwickelt, produziert und vertreibt. Das Beispiel belegt, wie eng die Kooperation von Architekten und Handwerkern in der Region Bregenzerwald ist. Einen sinnlichen Begriff vom Wohnen in Holz bot den Besuchern auch der feine Duft von frisch geschnittenem Weißtannenholz, der sich von dem Harzgeruch der Fichte deutlich unterscheidet.

(Walter Zschokke, 2008)

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