Gartensiedlung Lobaugasse, Wien

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Die Wiener Siedlungsbewegung der frühen 1920er-Jahre ist legendär. Eigeninitiative, Selbstbau und Selbstbestimmung prägten diese inoffizielle Alternative zu den großen Wohnanlagen. Ein weiterer Schub erfolgte in den frühen 1950er-Jahren nördlich der Donau. Heute lockern diese stark durchgrünten Flächen die inzwischen viel dichter bebauten Stadtentwicklungsgebiete angenehm auf.

Im Süden des alten Angerdorfes Aspern, nicht weit entfernt vom Naturschutzgebiet Lobau, hat Dietrich | Untertrifaller ein Geviert in dieser beliebten Wohnform bebaut. Nach einem System geregelter Unregelmäßigkeit sind 88 Einheiten auf zwei Feldern von elf Zeilen zu vier Häusern angeordnet. Eine nahezu angerartig breite Gasse trennt die Anlage in eine westliche und eine östliche Hälfte. Sie dient sowohl als Gemeinschafts- und Begegnungszone wie auch als Spielfläche und öffentlicher Durchgang. Quer dazu verlaufen parallele Wege, die die einzelnen Häuser erschließen, wobei kleine, platzartige Ausweitungen für räumliche Abwechslung sorgen.

Es gibt aufgrund ihrer Lage in der Parzelle und der Richtung des Zugangs vier verschiedenen Varianten des quaderförmigen Grundtyps. Sie lassen sich in der Organisation von Erd- und Obergeschoss, der Zahl und Lage der Fenster, der Wahl des Fassadenmaterials und des optionalen Kellers weiter differenzieren. Der Wohnraum liegt meist vier Stufen tiefer und bildet eine ›Wohngrube‹. Die Logik der geometrisch repetitiven Anordnung auf dem Grundstück bietet einerseits Sichtschutz, andererseits sind die Gartensitzplätze von jenen der Nachbarn abgerückt, sodass das Störpotenzial gering ist.

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