Letzi, Zumikon

Letzi, Zumikon

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Südhanglage am Waldrand, berauschende Aussicht: Es war eine gute Wahl, als vor Jahrzehnten an dieser Stelle eine traditionelle Villa mit Zeltdach in einem parkartig gestalteten Umfeld errichtet wurde. Geänderte Bedürfnisse und ein Generationswechsel rieten zur Verdichtung. Trotz verpflichtendem, nicht geringem Abstand zum Wald gelang es mit dem neuen Konzept, im ansteigenden Gelände drei weitere Einfamilienhäuser zu situieren, deren Großzügigkeit der Lage entspricht, die genügend Abstand zueinander haben und deren Aussicht ungehindert bleibt.

Die polygonalen Baulinien legten den Schritt zu unregelmäßigen, vielflächig geformten Bauvolumen nahe, deren Autonomie und individueller Ausdruck gestärkt werden. Dies entspricht neuen Entwicklungen in der gegenwärtigen Architektur, die Oberflächen des gesamten Volumens, das heißt Mauern und Dach gleich zu behandeln, sodass die Häuser, riesigen Felsblöcken gleich, zwischen den alten Parkbäumen ruhen. Die unregelmäßig gesetzten Öffnungen vermögen diesen ersten Eindruck jedoch zu relativieren, und dunkle Oberflächen integrieren sie in den benachbarten Wald.

Es handelt sich um Architektur mit einem gewissen Understatement, die der Tradition der nahen Großstadt durchaus entspricht. Die großzügige Tiefgarage erlaubt die Zufahrt zu allen vier Häusern sowie den direkten unterirdischen Zugang. Oberirdisch führen in die Topografie geschmiegte Gartenwege zu den gut beschirmten Hauseingängen. Gästeparkplätze finden sich an der schmalen Zufahrt. Den Hauptwohngeschossen der Häuser ist jeweils eine von niedrigen Natursteinmauern eingefasste Terrasse zugeordnet; der ebenfalls großzügig bemessene Garten reicht bis zum Waldrand.

Das Innere der drei Einfamilienhäuser ist so individuell gehalten wie das Äußere. Ein Aufzug verbindet alle Geschosse barrierefrei. Unabhängigere Einheiten in den südseitig gut befensterten Sockelgeschossen bieten sich für unterschiedliche Nutzungen an: Mehrgenerationenwohnen, Personalwohnung, Au-pair- oder Studentenzimmer, auch Atelier oder Büro sind denkbar. Die oberen Geschosse sind mit Bädern ausreichend ausgerüstet. Die großzügigen Wohnräume weisen eine ansprechende, individuelle Konfiguration auf und verfügen über breite, die Aussicht zelebrierende Fensterflächen. Individuelle Rückzugs- und Arbeitsmöglichkeiten im obersten Geschoss sichern ein ungestörtes Familienleben. Auch an die Unterbringung von Gästen wurde gedacht.

(Walter Zschokke, 2008)

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