Haus SF, Dornbirn

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Bestimmend für den Entwurf des dreigeschossigen Hauses ist der Dreiländerblick ins Rheintal und zum Bodensee, das der Westhang des Dornbirner Oberfallenbergs bietet: Innerhalb des Blickfeldes grenzen Österreich, die Schweiz und Deutschland aneinander.

Das Grundstück ist an seiner tiefsten Stelle erschlossen, was Annäherung und Weg durch das Haus als kontinuierlichen Anstieg gestaltet. Der Ankommende steht einem in Sichtbeton gehaltenen Sockel gegenüber, auf dem sich ein zweigeschossiger Glaskubus erhebt, durch eine dreiseitig umlaufende Balkonplatte in zwei Ebenen gegliedert. Die auskragende Dachscheibe nimmt die Kontur des Balkons auf, sodaß die Glasfassaden beider Geschosse von weit auskragenden Scheiben gedeckt und beschattet werden.

Die Raumbelegung folgt der einprägsamen Baukörperfigur. Im Kontrast zu den Raumzellen des Schlafgeschosses ist die Wohnetage als Einraum konzipiert. Eine mittig plazierte, offene Küche trennt den großzügigen Essplatz und die Sitzlandschaft des Wohnbereichs, dem ein mit Muschelkalkplatten verkleideter Holzofen zugeordnet ist. Im Sockel finden neben dem zentralen Hauseingang eine geräumige Garage, Gymnastikraum und, neben anderen Nebenräumen, der Unterbau eines Pools Platz.

Von der Haustür mit dem Hang aufwärts steigend, wird mit dem ersten Treppenlauf ein Schlafgeschoß mittig durchquert. Den Schlafräumen ist talseitig eine großzügige Terrasse vorgelagert, das holzbelegte Dach des Sockels, deren Kante der Pool bildet. Der zweite Treppenlauf ist gegenüber dem ersten rechtwinklig gedreht. Entlang der bergseitigen, massiven Rückwand ansteigend, erschließt er das oben gelegene Wohngeschoß und wird von einem Wandrelief des Künstlers Karl-Heinz Ströhle begleitet.

Hinter einem Wandschirm hervortretend, hat der Besucher seit seinem Eintritt in das Haus eine vollständige Wendung vollzogen und steht nun dem überwältigenden 180-Panorama gegenüber. Kein Bauteil stört den Blick. Der Parkettboden des Wohnraumes setzt sich ebenengleich als Terrassenbelag fort und wird durch ein immaterielles Glasgeländer gefaßt. Auch die obere Raumbegrenzung, eine Holzlattendecke in Weißtanne, setzt sich im Freien als Dachuntersicht fort, was die ebenfalls in Weißtanne ausgeführten Schiebeelemente der drei Glasfassaden optisch zurücktreten läßt.

 

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