Grundschule Kalbach, Frankfurt

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Die Bauaufgabe im Ortszentrum von Kalbach besteht in der Sanierung und Erweiterung der Grundschule für den Ganztagsschulbetrieb als Passivhaus mit einem Heizwärmebedarf von unter 15 kWh/m²a. Ziel war es, in einem Schulgebäude alle elf Klassenräume mit den erforderlichen Flächen und Funktionen unterzubringen, ein schlüssiges Erschließungssystem zu finden und dabei die Altbauten (Altbau 1913 und Turnhalle) in das neue Gebäude zu integrieren.

Das von Dietrich | Untertrifaller und Marcus Schmitt Architekten zum Wettbewerb eingereichte Projekt konnte diese Forderungen optimal lösen und das Architektenteam wurde mit der Realisierung beauftragt. Der Neubau wird in einer S-Form so auf dem Grundstück angeordnet, dass einerseits die beiden Bestandsbauten direkt angeschlossen werden, anderseits Außenräume gebildet werden, die als Schulhöfe mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten (begrünter Innenhof, Freilufttheater) genutzt werden können.

Der Altbau löst sich am Eingangsbereich durch eine Fuge (dreigeschossiger Luftraum) vom Neubau, hier wird die Begegnung der verschiedenen Bauepochen spürbar. Die Turnhalle löst sich durch eine Außenraum-Fuge (Außentreppe) vom Neubau. Der Eingangsbereich liegt westlich des Altbaus, wie bisher, zum Hauptschulhof bzw. zur Strasse hin orientiert.

Über eine reine Außentreppe bzw. Rampe gelangt man auf das gut einen Meter höher gelegene Altbauniveau (Erdgeschoss). Durch den darüber liegenden Mehrzweckraum entsteht ein geschützter und überdachter Eingangsbereich. Hier gelangen die Schüler räumlich großzügig in das Gebäude. Eingangsbereich und Cafeteria sind miteinander verknüpft, hier liegt einer der beiden räumlichen Schwerpunkte der Schule. Der andere Schwerpunkt ist eine zentrale Erschließungshalle, die auch für Veranstaltungen oder als Pausenhalle bei Schlechtwetter genutzt werden kann.

Die Räume sind konsequent nach Tageslichtkriterien und stadträumlicher Orientierung ausgerichtet: Klassenräume/Fachräume nach Osten und Süden, Nebenräume nach Westen hin zur unschönen Grenzbebauung. Die Nebenräume können gemäß Passivhauskonzept kleinere bandartige Fenster erhalten, die Klassenräume werden großzügig verglast (solare Energiegewinne). Die einbündig organisierten Flure haben alle Tageslicht.

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