Fachhochschule Salzburg, Kuchl

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Die Erweiterung am Campus Kuchl wurde im September 2009 als erster Hochschulbau in Österreich in Passivhausbauweise als moderner Holzbau fertiggestellt. Erfolgreich hat die Fachhochschule Salzburg ein funktionierendes und authentisches Gebäudekonzept für einen mehrgeschossigen, konstruktiven Holzbau in Passivhausstandard mit einem Energieverbrauch für Heizen und Kühlen von weniger als 15 kWh/m² pro Jahr umgesetzt.

Im Norden grenzt das Campusgrundstück an das Areal des Holztechnikums Kuchl, im Süden an das Studentenwohnheim. Das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1995 ist ein Massivbau in zweihüftiger Bauweise. Der mittige Erschließungsgang mündet an die neue Passerelle, die als gläserner Gebäudeeinschnitt die Verbindung zum querstehenden Neubau herstellt. Über das Foyer im Erdgeschoss erreicht man den beidseitig belichteten Zeichensaal, der bei Veranstaltungen 200 Personen Platz bietet.

In den Obergeschoßen erschließt ein breiter, raumhoch verglaster Gang die Seminarräume und die Bibliothek. Die drei oberirdischen Geschosse des Passivhauses schweben scheinbar über dem Gelände. Sie wurden in einem rahmenförmigen Baukörper zusammengefasst, der die Seminarräume Richtung Süden durch unbehandelte Weißtannenlamellen verschattet und nach Osten und Westen den Blick auf die umliegenden Hausberge freigibt.

Das Gebäude deklariert sich innen wie außen klar als Holzbau. Tragende Holzkonstruktion ist wenn notwendig mit geöltem Birkensperrholz verkleidet, nichttragende Zwischenwände sind in Gipskarton-Ständerbauweise ausgeführt. Das Fluchtstiegenhaus ist – abgesehen vom Keller – das einzige Bauteil des dreigeschossigen Neubaus, das nicht in Holzbauweise hergestellt wurde.

Der Campus liegt etwa einen Kilometer nordöstlich vom Zentrum Kuchl inmitten landwirtschaftlich genutzter Flächen. Die Nutzer des Gebäudes sollten an einem Hochschulstandort aktiv sein, der den Inhalten der wissenschaftlichen Lehre ‘Holz, Design und Nachhaltigkeit’ gerecht wird. Das eigene Gebäude sollte sozusagen als ‘Best-Practice-Beispiel’ am Standort Kuchl dienen und die positiven Erfahrungen von 400 Studierenden als Multiplikatoren nutzen.

(Dietrich | Untertrifaller, 2009)

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