Europazentrum Gut Hochreute, Immenstadt
Die Buddhismus-Stiftung “Diamantweg” plant, ein ehemaliges landwirtschaftliches Mustergut nahe Immenstadt zu ihrem Europazentrum auszubauen. Dies beinhaltet erstens die Schaffung einer repräsentation “Adresse” mit der Funktion einer Anlauf- und Koordinationsstelle, zweitens eine Wohnmöglichkeit für Dauerbewohner und Beherbungsmöglichkeit für Gäste, drittens einen Ort für Seminare unterschiedlicher Größe einschließlich einer Beherbungsmöglichkeit für deren Teilnehmer.
Eine bedarfsgerechte Umnutzung der denkmalgeschützten Anlage, Baujahr 1910, erfordert im Wesentlichen zwei bauliche Maßnahmen.
1) Das ehemalige Wirtschaftsgebäude soll nach seinem Umbau Gemeinschaftsfunktionen aufnehmen: Im Erdgeschoß, dem ehemaligen Stall, Speisesaal und die zentrale Küche der Anlage. Im Obergeschoß, dem ehemaligen Heulager, die Meditationshalle (Gompa).
2) Neuzuerrichten sind Wirtschaftsgebäude und ein Wohnbau. Dessen Raumstruktur soll sowohl der Beherbergung von Kurzzeitgästen in der Art eines Hotels dienen, als auch Langzeitbewohnern Appartements flexibler Größe bieten.
Überzeugend wirkte, dass unser Vorschlag den geschlossenen Hof der denkmalgeschützten Anlage vollständig ungestört beläßt und der Wohnbau als lediglich zweigeschossiger Baukörper, in den Hang integriert, um einen eigenen Hof herum organisiert werden soll. Beide untereinander verbundene Höfe ergeben zusammengenommen ein differenziertes Freiraumangebot, das dem ganzjährigen Seminarbetrieb des zukünftigen Europazentrums ideale räumliche Voraussetzungen zu bieten verspricht.
(Februar 2011, gp)



