Deuringstraße elf, Bregenz

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Das Konzept basiert auf dem Wunsch nach einem öffentlichen Wohnzimmer in der Stadt. So entstand im Zuge des Umbaus eines Stadthauses in Bregenz ein klassisches Kaffeehaus. Fünf Stufen führen eine Eingangsnische hoch in die ehemalige Werkstatt einer Tischlerei. Zwei hohe Räume, ein dunkler Akazienboden und eine sachlich-glatte Wandvertäfelung bilden den Rahmen für ein dezentes Spiel mit verschiedenen Atmosphären.

Die Idee des Clubs steht hinter den mit dunkelbraunem Nappaleder gepolsterten Bänken entlang der Wände. Im Kontrast dazu stehen harte Holzstühle mit Armlehnen, die als Modifikation einer klassischen Form aus den 1950er-Jahren entstanden sind. Zeitlos ist auch das Design der Tische. Auf einem Podest im rückwärtigen Teil befindet sich die Bar. Der Tresen wird umspannt vom Rahmen eines Betonfertigteils, gut abgegriffen, speckig, grau. Eine typische Barbestuhlung wurde vermieden. Stattdessen gibt es, etwas erhöht und in sicherer Distanz, hinter Stehtischen eine weitere Bank als Gegenüber. Zwei Durchgänge führen hinter die Kulisse. Toiletten und Küche liegen als Abschluss in der Tiefe des Hauses. Das Licht wird dezent eingesetzt. Der sanft-matte Glanz von der hinterleuchteten und mit Flaschen bestückten Rückwand der Bar wird an den Tischen ergänzt durch konzentriertes Licht aus einem hochwertigen Strahlersystem, das aus den breiten Zwischenräumen nüchtern-weißer Deckenfelder fällt.

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