Altmann-Fabrik, Bregenz

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Die saalartige obere Etage der ehemaligen Textilfabrik Altmann wurde von den Architekten in ein Büro zur eigenen Verwendung umgebaut. Mauern, Fenster und vor allem der braunrote Holzzementboden, in den sich jahrzehntelange Benutzung eingeschrieben hatte wie in einem Palimpsest wurden bewahrt. Erneuert werden musste das Deckentragsystem, neugeschaffen wurde die Aufteilung in parallele Raumzonen sowie die Abtrennung akustisch und optisch geschützter Arbeitszimmer.

Die lange ehemalige Produktionshalle wird mittig von einer Reihe schlanker stählerner Rundstützen andeutungsweise in zwei Schiffe geteilt denen die Zonierung in drei Nutzungsstreifen überlagert ist. Aus dieser Ungleichheit ergibt sich eine Spannung, die jede exakte Raumteilung relativiert. Beim Eingang bleibt noch etwas Fläche in der gesamten Gebäudebreite offen für Entree, Sekretariat und Wartebereich, Dahinter entwickelt sich der Grundriss mit drei parallelen Raumzonen in die Tiefe. Das Zusammenwirken des integralen Bodens mit der die gesamte Raumbreite überspannenden Decke, in der die stählernen Unterzüge kaum strukturierend eingreifen, wahrt die Einheit des Großraumes trotz Möblierung und trennender Wände. Vielmehr haben Arbeitsnischen und -zimmer einerseits Anteil am Ganzen, sind aber andererseits ausreichend ungestört um ein konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen.

Die breite Mittelzone dient als Verkehrsfläche in Längs- und Querrichtung; inselartig sind Planschränke zur Archivierung und als Modellablagen hineingestellt sodass aktuelle Arbeiten im Blick und damit im Mittelfeld des Geschehens verbleiben. Architektonische Einheit des Raumes und in dividuelle Arbeitsmöglichkeiten finden in diesem ausnehmend schönen Architekturbüro eine angenehme Balance.

(Walter Zschokke, 2001)

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