Am Nonnenstieg 1. Preis in Göttingen

Auf dem zwei Hektar großen Grundstück des ehemaligen Filmarchivs wird das ‘Lebensquartier am Nonnenstieg’ mit etwa 200 Wohnungen über der Stadt mit Nahversorgung und Tiefgarage errichtet.

Auszug aus dem Juryprotokoll des anonymen, geladenen Wettbewrbes mit vier Teilnehmern:

‘Als besonders gelungen wertet das Preisgericht die Außenräume im westlichen Teil, welche sich als Negativ-Form der polygonalen Baukörper ergeben und den parkartigen Charakter der Anlage noch verstärken. Die einzelnen Baukörper lassen einen sinnvollen Umgang mit der Topographie erwarten, wenn dieser auch durch die große, nicht abschnittsweise realisierbare Tiefgarage konterkariert wird.

Auch hier teilt das Preisgericht die kritische Sicht auf den Umgang mit ruhendem Verkehr und die Erreichbarkeit der Gebäude für Besucher. Die Anordnung der drei oberen Gebäude und die entstehenden Freiräume werden einhellig als äußerst vorteilhaft gelöst angesehen und stehen ganz selbstverständlich neben den eher expressiven unteren Baukörpern.

Trotz der unterschiedlichen Lösungsansätze für die beiden Grundstücksteile sieht das Preisgericht eine klare Quartiersbildung als positives Signal für Göttingen. Die Dreiteilung der Einzelhandelsflächen erscheint sinnvoll und richtig, wenn auch mit der bereits genannten Einschränkung hinsichtlich der Erschließung und des ruhenden Verkehrs. Gute Einbindung in die Topografie des Hanges.

Das Preisgericht regt an, eine Wegebeziehung zum Habichtsweg herzustellen, um die Durchlässigkeit des Gebiets zu erhöhen. Die Staffelung der Gebäude entlang des Nonnenstiegs wird positiv gesehen.’

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